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Bayern: Müllers neue Rolle

Die erste Halbzeit gegen Mainz waren wohl die besten 45 Minuten, die die Bayern in den letzten Wochen gezeigt haben. Unter anderem war das auch der taktischen Umstellung von Trainer Carlo Ancelotti zu verdanken. Im Mittelpunkt stand dabei Thomas Müller, der aber wieder einmal keinen Treffer beisteuern konnte.

FC-BayernDie Erleichterung war bei allen Münchnern spürbar, nachdem man die Mainzer mit einem 3:1 besiegen konnte. Daraus machten die Profis auch kein Geheimnis, auch wenn ein Sieg in der Liga für die meisten Bayern nichts Neues ist. „Es hat Spaß gemacht“, so Thomas Müller nach dem Spiel, der damit auch den Worten seines Kollegen Arjen Robben entsprach. „Es hat mir viel Freude gemacht“, so der Niederländer im Bezug auf die erste Halbzeit: „So haben wir wochenlang nicht gespielt.“

Trainer Carlo Ancelotti hat im taktischen Bereich vor dem Spiel ein paar Änderungen vorgenommen. Zwar spielte der FCB weiter im klassischen 4-3-3, brachte im Mittelfeld aber nicht nur einen Sechser und zwei Achter in den Halbräumen, sondern brachte Müller auf der Zehn vor Lahm und Thiago. „Thomas reißt Lücken auf und wir haben viel Bewegung und Überraschung“, so Robben, der in den letzten Wochen eben einen solchen Spieler zwischen Mittelfeld und Angriff vermisst hatte: „Da hat manchmal die Zusammenarbeit gefehlt.“ Auch Müller war zufrieden mit seiner neuen Position: „Ich war gut eingebunden ins Spiel. Als der Trainer mir gesagt hat, dass wir anders spielen, habe ich mich natürlich schon drauf gefreut – auch wenn der Druck sehr hoch war: Ich durfte auf meiner Lieblingsposition spielen, dann muss man auch liefern.“

Müller zeigte eine starke Leistung, obwohl er wieder keinen Treffer beisteuern konnte. Er lief am meisten von allen Bayern-Profis trotz seiner Auswechslung und war an der Kreation vieler Torchancen direkt beteiligt. „Er hat es gut gemacht. Seine Qualität ist die Laufarbeit. Er ist kein Spieler, der über die Schnelligkeit oder über das Dribbling kommt wie Franck Ribery oder Arjen Robben“, so Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Nicht zufrieden war der Rekordmeister mit der 2. Halbzeit, in der man merklich 1-2 Gänge zurückschaltete, was man sich gegen große Gegner nicht erlauben kann. „Das müssen wir ansprechen. Ganz großes Kompliment für die erste Halbzeit. In der zweiten haben Tempo und Bewegung gefehlt. Wir haben nachgelassen“, sagte Arjen Robben.

Zumindest über die Abwehr konnte man nach dem Gegentreffer nicht mehr meckern. Auch ohne Jerome Boateng ließ man gegen Mainz nicht mehr viel zu. Der Nationalspieler würde zuletzt noch von Rummenigge kritisiert, musste jetzt aber wegen einer Blessur passen. „Ich habe diese Woche mit ihm ein Gespräch geführt. Es war ein gutes Gespräch. Jerome ist ein wichtiger Spieler und wird demnächst wieder ein wichtiger Spieler auf dem Platz für uns sein“, so der Vorstandsvorsitzende, der davon ausgeht, dass dieser Dreier ein Zeichen war und die Münchner wieder in die alte Form bringen wird: „Wenn wir die Leistung als Maßstab nehmen, haben wir gute Chancen, deutscher Meister zu werden. Es liegt nur an Bayern München.“ Heute können aber zunächst die Leipziger mit einem Sieg oder einem Remis gegen Schalker wieder die Tabellenführung übernehmen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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