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Hoffenheim: Kramarics nächster München-Anlauf

Für Andrej Kramaric steht an diesem Wochenende das zweite Auswärtsspiel beim FC Bayern an. Dieses Mal stehen die Chancen auf einen Erfolg aber nicht so schlecht, denn die TSG befindet sich aktuell in absoluter Topform ähnlich wieder Mittelfeldspieler, der mit einer breiten Brust nach München reisen wird.

hoffenheimFür Kramaric war es das erste Auswärtsspiel mit der TSG Hoffenheim überhaupt. Im Januar kam er gerade frisch vom aktuellen englischen Meister Leicester City in den Kraichgau und durfte gleich zum deutschen Rekordmeister reisen. Damals merkte man allerdings noch eindeutig die fehlende Spielpraxis beim Kroaten, der nach knapp 70 Minuten wieder ausgewechselt wurde. Er wurde als Hoffnungsträger ausgeliehen, der die TSG aus dem Tabellenkeller führen sollte, was ihm im weiteren Saisonverlauf dann auch gelang. Spätestens in dieser Spielzeit ist er bereits zum absoluten Leistungsträger avanciert.

Trotz seiner halbgaren Leistung im Januar konnte man schon damals erkennen, welches Potenzial Kramaric mit sich bringt. Vor allem seine starke Technik und der ausgeprägte Torriecher zeichnen den Offensivallrounder aus, der damals mit die einzigen gefährlichen Szenen vor Manuel Neuer zustande gebracht hat. Am Samstag kann er sich nun erneut zeigen, doch dieses Mal kommt die TSG nicht als potenzieller Absteiger sondern als Spitzenteam mit 9 Spielen ohne Niederlage und 5 Siegen in Folge. Fakt ist aber auch. Dass Kramaric aktuell eine kleine Abschlusskrise durchlebt. Zuletzt ließ er immer wieder beste Chancen liegen. Unter anderem stand er am Wochenende gegen Berlin völlig blank vor dem Tor, scheiterte dann aber an Keeper Rune Jarstein. Auch wenn es nichts am Sieg änderte, muss der Kroate wieder kälter vor dem Kasten werden, wenn man gegen die Bayern etwas Zählbares mitnehmen möchte.

Sein Trainer Julian Nagelsmann ist trotz der dezenten Leistung weiterhin überzeugt von seinem Schützling, der allerdings in der einen oder anderen Situation den Ball auch etwas früher abgeben könnte. „Das ist einfach seine Art zu spielen, die will ich ihm auch nicht nehmen“, so der TSG-Coach, „weil er den Fokus vieler Gegenspieler auf sich zieht. Dadurch entstehen woanders Freiräume, die wir dann nutzen können. Sicher kommt es auch mal zu Ballverlusten oder er könnte sich mal früher vom Ball trennen. Aber Dinge, die Spieler besonders gut machen, lasse ich ihnen. Das wird er auch in Zukunft machen dürfen.“

Immerhin ist Kramaric noch immer mit drei Toren und fünf Vorlagen der beste Scorer bei der TSG, der sich auch in jedem Spiel seine Chancen selbst erarbeitet. So wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis er wieder mit einem Treffer glänzen kann. Einen besseren Zeitpunkt wie ein Auswärtsspiel in München gäbe es für ein Tor-Comeback jedenfalls nicht…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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