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Bayern: Die Akte Ribery

Die Bayern haben es heute ruhig angehen lassen. Die Spieler, die im Spiel gegen Hamburg von Beginn an ran durften, haben heute im Kraftraum eine kleine Einheit absolviert um zu regenerieren, doch das Spiel gegen die Nordlichter hat durchaus die eine oder andere Frage aufgeworfen. Vor allem die Akte Ribery wurde wieder einmal geöffnet.

FC-BayernIn Abwesenheit von Arjen Robben und Jerome Boateng standen gerade einmal acht Feldspieler auf dem Trainingsplatz. Unter anderem verschwand auch Keeper Manuel Neuer nach den ersten Aufwärmübungen in die Kabine. Mit etwas Spannung wurde dann noch der Auftritt von Mats Hummels verfolgt, der gegen Hamburg verletzt ausgewechselt werden musste. Er berichtete seinem Trainer Ancelotti vom aktuellen Stand seiner Knieverletzung. So soll es sich offensichtlich um nichts Schlimmes handeln, doch ein Einsatz gegen Atletico unter der Woche ist noch alles andere als sicher.

Guter Laune war natürlich Siegtorschütze Joshua Kimmich, der in den letzten Wochen zum Goalgetter avanciert ist. „Er steht in der Torjägerliste ziemlich weit oben – also kann man von einem Torjäger sprechen“, so Kapitän Lahm. Kimmich selbst zeigte sich naturgemäß eher bescheiden. „Ein echter Torjäger bestätigt das über mehrere Wochen hinweg. Jetzt habe ich drei, vier Spiele gehabt…“, sagte der 21-Jährige, der sich aber natürlich trotzdem darüber freuen kann: „Zum Glück war es diesmal ein sehr wichtiges Tor, dazu noch ein sehr spätes. Der Ball ist kurz vorher noch mal aufgesprungen. Da habe ich mir schon gedacht: Den darfst du nicht vermasseln, so viele Chancen kriegen wir heute nicht mehr.“

Derweil beschäftigt sich die Öffentlichkeit eher weniger mit dem Sieg als mit dem erneuten Eklat rund um Franck Ribery. Der Franzose macht in regelmäßigen Abständen durch Unsportlichkeiten auf sich aufmerksam. Zuletzt war es gegen Dortmund der Fall, als er seine Gliedmaßen im Gesicht von Passlack ablegte. Sogar Spieler und Verantwortliche der Bayern haben sich dazu geäußert und klar formuliert, dass der Flügelspieler ein solches Verhalten dringend unterlassen soll, doch diese Nachrichten scheinen beim Franzosen nicht anzukommen. Gegen Hamburg leistete er sich den nächsten Black-Out, als er seinem Gegenspieler Nicolai Müller in die Backe kniff. Eigentlich hätte er mit Rot vom Platz fliegen müssen, doch letztendlich wurde er wieder einmal verschont und lieferte dann auch noch die Vorlage für den Siegtreffer von Kimmich. Kein Wunder, dass der eine oder andere Hamburger am Ende mit der Niederlage alles andere als zufrieden war, denn immerhin hat diese Fehlentscheidung indirekt Trainer Bruno Labbadia den Job gekostet. Der Trainer wäre bei einem 0:0 wohl heute noch im Amt…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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