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Gladbach: Dahoud braucht Geduld

Mahmoud Dahoud war in der abgelaufenen Saison wohl der Senkrechtstarter bei den Gladbachern. In dieser Spielzeit ist der Mittelfeldspieler ganz anders wie seine Kollegen aber noch nicht wirklich in Schwung gekommen. Oftmals sah man ihn nur auf der Bank sitzen, was unter anderem auch an einem Neuzugang liegt, aber sicher auch am Wechseltheater der letzten paar Wochen.

gladbachBei der U21 kam Dahoud in der Länderspielpause zum Einsatz. Gleich zwei Begegnungen konnte er fast komplett durchspielen. Beim 3:0 über die Slowakei spielte er 90 Minuten und beim 1:0 über Finnland wurde er erst 6 Minuten vor dem Ende ausgewechselt. Bei den Gladbachern bringt er es in den ersten 4 Pflichtspielen erst auf 95 Einsatzminuten, was einen schon überrascht, wenn man bedenkt, dass er in der letzten Saison neben Xhaka im Mittelfeld gesetzt war. Mit Tobias Strobl aus Hoffenheim hat er seit diesem Sommer einen Konkurrent fmehr ür das zentrale Mittelfeld, dessen Stärken in der Defensive bislang eher gefragt waren. „Mo muss schauen, dass er wieder an die sehr, sehr starken Leistungen der Hinrunde der vergangenen Saison anknüpft. Dass er zum anderen daran arbeitet, dass er ein noch besseres Gefühl für Gefahren in seinem Rücken bekommt“, so Trainer Andre Schubert.

Vor allem der zweite Punkte soll im Gladbacher System mehr Bedeutung gewinnen. „Gerade bei einer Dreierkette ist es wichtig, dass man als zentraler Mittelfeldspieler ein Gefühl dafür hat, was hinter dir passiert, dass du Gefahren erkennst. Das Verteidigen in der eigenen Hälfte ist sicherlich etwas, an dem man noch arbeiten kann“, so Schubert, der aber auch ganz klar betonte, dass er große Stücke auf seinen Youngster hält, auch wenn dieser im Moment nicht so oft zum Einsatz kommt: „Er hat herausragende Qualitäten im Spielaufbau, kann sehr gut andribbeln und hat ein sehr gutes Defensivverhalten in der gegnerischen Hälfte, heißt: er hat ein gutes Gefühl dafür, wo sich Chancen für einen Ballgewinn auftun. Er hat eine gute Antizipation, was die Pässe des Gegners betrifft, und: er ist torgefährlich. Das alles muss im Gesamtpaket passen und dann wiederum auch auf den Gegner. Damit hängt es dann zusammen, ob Mo spielt oder nicht. Mo ist mit Sicherheit ein absoluter Top-Spieler. Aber er ist noch jung, und da gibt es eben Dinge, an denen er noch arbeiten muss.“ Nun wird man sehen, ob Dahoud in den nächsten Wochen mehr Spielpraxis bekommt und ob er sich dann wieder unverzichtbar machen kann.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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