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Wolfsburg: Wollscheid kommt, Draxler bleibt

Die Wolfsburger suchen kurz vor dem Ende der Transferperiode noch immer nach einer Verstärkung für die Defensive. Nachdem man sowohl Matthias Ginter als auch Salif Sané nicht bekommen hat, soll nun Philipp Wollscheid zu den Niedersachsen kommen. Der Innenverteidiger ist ein alter Bekannter, der zuletzt in England aktiv war.

wolfsburgSchon am letzten Donnerstag wurden erste Stimmen laut, die den 27-Jährigen mit dem VfL in Verbindung gebracht haben. Derzeit steht der Saarländer noch bei Stoke City in der Premier League unter Vertrag. Dort war er in der abgelaufenen Saison mit 31 Spielen unangefochtener Stammspieler und auch in dieser Saison schien es so, als würde kein Weg an ihm vorbeiführen. Als er nun am Wochenende nicht einmal im Kader der Potters stand, konnte man schon erahnen, dass er sich vermutlich in Deutschland aufhält, um mit dem VfL zu verhandeln.

Heute war Wollscheid dann mit seinem Berater Guido Nickolay in Wolfsburg zu Gast und traf dabei auf Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking. Vor allem Letzterer dürfte auch ein entscheidender Grund für den Wechsel sein, denn unter Hecking feierte der Verteidiger im Trikot des 1. FC Nürnberg sein Debüt in der Bundesliga. Dort konnte er sich etablieren, bevor ihn sein Weg dann 2012 nach Leverkusen führte. Bei der Werkself wurde er aber nicht langfristig glücklich und nach einem missglückten Wechsel zu Mainz ging er den Weg in die Premier League, was er bis heute nicht bereut hat. Dort konnte er zu seiner alten Form zurückfinden und hat sich damit wie man sieht auch wieder für einige Bundesligisten interessant gemacht. In der Bundesliga stand er insgesamt 108 Mal auf dem Feld und auch für Deutschland hat er 2 Spiele absolviert. Nun also der Wechsel nach Wolfsburg. Bleibt abzuwarten, ob er nun in Wolfsburg zum Stammspieler wird oder ob er sich zunächst mit der Rolle als Ergänzungsspieler abfinden muss.

Draxler darf nicht gehen

Derweil hat man auch immer mit einem Auge auf Julian Draxler geblickt. In den letzten Tagen konnte man hier und da lesen, dass man den Nationalspieler eventuell doch bald im Trikot von Paris St. Germain sehen würde, doch die Wolfsburger haben dem Wechsel auch ein letztes Mal einen Riegel vorgeschoben. Damit muss Draxler zumindest in dieser Saison noch beim VfL bleiben. Dies teilten die Niedersachsen nun auch dem Management des Spielers mit, welches bis zuletzt mit den Franzosen in Kontakt stand und an einem Wechsel arbeitete. So waren unter anderem rund 75 Millionen Euro an Ablöse im Gespräch, auf die die Wölfe nun offensichtlich verzichten wollen. „Es gibt keinen Abgang von Julian Draxler“, so das letzte Wort von Trainer Dieter Hecking.

Das gilt gleichermaßen auch für Luiz Gustavo und Ricardo Rodriguez, die ebenfalls bis zuletzt mit einem Abschied geliebäugelt haben. Der Brasilianer war bei Inter Mailand im Gespräch während Rodriguez ein Thema beim FC Chelsea gewesen sein soll. „Leistungsträger geben wir nicht mehr ab“, so Allofs kurz und knapp. Die Wolfsburger wollen unbedingt wieder in das europäische Geschäft einziehen, um nicht langfristig im Mittelfeld der Liga zu versinken und für dieses Ziel ist es nur richtig und wichtig, dass die genannten Leistungsträger eventuell auch gegen ihren Willen im Verein gehalten werden.

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