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Bremen: Der Tag nach Lotte

Bei den Bremern hängt der Haussegen nach dem ersten Pflichtspiel der Saison schon wieder gehörig schief. Nach dem Aus im DFB-Pokal gegen die Sportfreunde Lotte soll nun die „große Analyse“ folgen. Unter anderem wird es auch schon interne Konsequenzen geben, denn es wurde bereits verlautet, dass Kapitän Clemens Fritz und Fin Bartels finanzielle Strafen bekommen werden. Des Weiteren kam heute auch noch eine neue Schockmeldung, denn Max Kruse wird den Werderanern länger fehlen. Werden die Nordlichter nun noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv?

bremenDer Bremer Trainer Viktor Skripnik zeigte sich heute routiniert im Umgang mit der Niederlage seiner Truppe gegen Lotte. Die zeigte sich gestern mal wieder von ihrer schlechtesten Seite. „Meine Worte sind bei den Köpfen der Spieler auf der einen Seite rein und auf der anderen Seite wieder rausgegangen“, so der Übungsleiter. Vor allem war er enttäuscht von Führungskräften wie Clemens Fritz und Fin Bartels, die sich in der entscheidenden Phase der Partie provozieren ließen. Mit dem Ausfall von Max Kruse (Außenbandverletzung im linken Knie) müssen die Werderaner nun auch noch einen personellen Rückschlag hinnehmen. Gut möglich, dass Werder nun in der Endphase der Transferperiode noch einmal in der Offensive nachlegen wird.

Zwar will Skripnik keine großen Forderungen stellen, nachdem Kruse aber mehrere Wochen ausfallen wird, dürfte es kein Geheimnis sein, dass der Coach eine Verstärkung für den Angriff befürworten würde. „Wir haben noch neun Tage Zeit“, so die knappe Antwort des Übungsleiters. Zwar hat man noch Claudio Pizarro, doch der Peruaner ärgert sich aktuell mit einem Faserriss herum. Ähnlich problematisch ist auch die Situation rund um Aron Johannsson, der sich nach zehnmonatiger Verletzungspause erst mal an ein altes Leistungsniveau herankämpfen muss. In diesem Prozess sind aber weitere Rückschläge keineswegs ausgeschlossen.

So haben die Bremer als Mittelstürmer nur noch Lennart Thy in den eigenen Reihen, der gegen Lotte aber auch keinen wirklich guten Tag erwischt hat und bei dem noch berechtige Zweifel vorliegen, ob er überhaupt gut genug für die Bundesliga ist. Mit Johannes Eggestein haben sie noch einen Youngster in den eigenen Reihen, der aber mit seinen 18 Jahren noch etwas Zeit braucht und sicherlich nicht die Rolle des einzigen Hoffnungsträgers im Sturm einnehmen kann. „Aus einem Spiel leiten wir keine grundsätzlichen Schlussfolgerungen ab“, so Frank Baumann zur aktuellen Situation, dass die Bremer nicht mehr unbedingt reagieren wollen: „Wir spielen ja nur mit einem Stürmer. Wenn dann alle fit sind, kann man sich mit zu vielen Spielern auch wieder andere Probleme schaffen.“

Vor allem Fritz und Bartels waren gegen Lotte nicht ganz bei sich. Sie haben in den entscheidenden Situationen überreagiert und werden nun intern bestraft. „Wir haben einen Regelkatalog, der in solchen Fällen bestimmte Summen festlegt. Wir waren schlechte Verlierer. Das hat mich besonders geärgert. Für Dienstag haben wir eine große Analyse angesetzt. Zur Strafe könnten wir auch nochmal die vollen 90 Minuten zeigen. Worte reichen uns nicht mehr, wir wollen jetzt auch Taten auf dem Platz sehen“, so der Coach. Für das kommende Auftaktspiel in der Bundesliga gegen die Bayern will Skripnik sein Team nicht komplett verändern. „Ich muss den Spielern auch Vertrauen geben“, so der Fußballlehrer. Vor allem die Innenverteidigung muss deutlich sicherer stehen. Niklas Moisander bestätigte am Montag selbst, dass er aktuell „noch nicht topfit und im idealen Rhythmus“ sei: „Das einzig Gute an Lotte war, dass ich mal 90 Minuten gespielt habe. Aber ich habe noch viel Arbeit.“ Daher muss die Frage erlaubt sein, warum Luca Caldirola nicht in der Startelf stand. „Gegen Ingolstadt haben Sané und Moisander gut gespielt, es gab für uns keinen Grund, etwas zu ändern“, so Skripnik. „Hinterher – oder für die Zukunft – kann man darüber natürlich immer diskutieren.“

Kategorie: Bundesliga, DFB-Pokal, News Tags: 
 
 

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