0

Bayern: Ulreich zieht positive Bilanz

Den Wechsel von Sven Ulreich vom VfB Stuttgart zu den Münchnern konnten viele nicht nachvollziehen. Ein aufstrebender deutscher Stammkeeper setzt sich freiwillig auf die Bank, da man an Manuel Neuer ohnehin nicht vorbei kommt. Trotzdem zieht der Schlussmann nun nach einem halben Jahr ein durchweg positives Fazit.

FC-BayernInsgesamt 17 Jahre war Ulreich bei den Stuttgartern aktiv. Er war ein Publikumsliebling und brachte es immerhin auf 176 Spiele für die Schwaben. Im Sommer entschied er sich dann aber für den „nächsten Schritt“ in seiner Karriere und wechselte zu den Bayern. „Das erste halbe Jahr ist sehr zufriedenstellend gelaufen. Ich habe viel dazugelernt, fußballerisch und taktisch, und konnte mich weiterentwickeln“, so Ulreich nach seinem ersten halben Jahr beim Rekordmeister: „Es hat viel Neues gegeben. Ich habe ein paar Sachen umgestellt. Das ist noch nicht hundertprozentig gut, aber wir sind immer noch dabei. Ich versuche anders abzuspringen. Das habe ich vorher anders gemacht. Das war nicht schlecht, aber so macht es Manu auch, deswegen haben wir da was umgestellt.“

Bisher durfte der Keeper sich aber erst in zwei Pflichtspielen beweisen. In der ersten Partie zeigte er im DFB-Pokal gegen den FC Nöttingen noch einige Schwächen, nach dem Spiel in der Champions League gegen Zagreb waren die Kritiken aber dann durch die Bank weg positiv. „Das Spiel in Zagreb hat mir gutgetan. Denn es ist immer schwer, wenn man lange nicht gespielt hat. Ich war froh, dass ich dann ein paar Szenen hatte, die ich gut gemacht habe. Einen Ball habe ich auch unterlaufen, aber das sind dann eben so Situationen, die man anders einschätzen kann, wenn man im Spielrhythmus ist. Ich konnte der Mannschaft helfen und der Mannschaft zeigen: Wenn was ist, dann bin ich da. Das ist wichtig“, so Ulreich.

Derweil hat er natürlich noch nicht vergessen wo er herkommt, denn immerhin besitzt er noch immer ein Haus in Stuttgart. „Natürlich schaue ich mit einem Auge immer nach Stuttgart, das ist meine Heimat. Mir tut es leid für die Jungs. Ich weiß ja, was das für eine Scheißsituation da unten drin ist. Ich hoffe, dass sie da wieder rauskommen“, so der Torwart über die Situation seines Herzensklubs, die er aber auch als Anlass nimmt seinen eigenen Wechsel erneut als richtige Entscheidung anzusehen: „Unabhängig vom VfB war es für mich wichtig, persönlich weiterzukommen. Dass ich den Schritt von Stuttgart weggemacht habe, hat mir gut getan in meiner Entwicklung, das kann ich schon jetzt sagen. Der Wechsel hat mir einen neuen Schub gegeben.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.