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Hoffenheim: Gisdol immer mehr unter Druck

Jetzt kann man sich auch an der Tabelle nicht mehr hochziehen. Nach den beiden letzten Sonntagsspielen ist die Lage bei der TSG 1899 Hoffenheim noch kritischer geworden. Die Stuttgarter und die Hannoveraner konnten jeweils einen 1:0-Sieg einfahren und zogen damit an den Kraichgauern vorbei. 9 Spiele sind gespielt und die TSG hat nur schlappe 6 Zähler eingefahren. Von einst internationalen Ambitionen ist derzeit keine Rede, denn die Sinsheimer befinden sich auf einem direkten Abstiegsplatz.

hoffenheimDennoch redet im Kraichgau nun noch niemand vom Abstiegskampf. Es ist erst die Mitte der Hinrunde und nach dem 2:4 gegen Wolfsburg soll nun noch nicht alles schlechtgeredet werden. Gut möglich aber, dass die Verantwortlichen den Ernst der Lage noch nicht wirklich erkannt haben. Nach dem personellen Sommerumbruch ist man nun in eine handfeste Krise gerutscht, die sich aber schon im kompletten Kalenderjahr angedeutet hat. Saisonübergreifend liegt man in der Tabelle mit den restlichen 16 Teams, die durchgehend in der 1. Liga waren auf dem vorletzten Platz. 24 Punkte aus 26 Partien sind eindeutig zu wenig für einen derart ambitionierten Klub. Lediglich die Hannoveraner haben mit 21 Punkten eine noch schlechtere Bilanz vorzuweisen. Selbst die Freiburger konnten in nur 17 Spielen fast genauso viele Punkte einfahren und die dauerhaft abstiegsbedrohten Hamburger (29) und Stuttgarter (26) waren in ihrer Ausbeute erfolgreicher.

Das unterstreicht auch, dass Trainer Markus Gisdol langsam etwas unter Zugzwang gerät. Der Coach muss nun darauf hoffen, dass sein Team endlich Ergebnisse liefert, denn ansonsten wackelt sein Stuhl mehr und mehr. Ausreden gibt es keine mehr. Angeblich soll es seit den Vertragsverhandlungen im Frühjahr auch schon ein angespanntes Verhältnis zwischen Gisdol und Gesellschafter Dietmar Hopp zu geben. Der Boss verzichtete in diesen Tagen auch darauf seinem Trainer den Rücken durch öffentliche Aussagen zu stärken.

Ganz anders geht derweil Sportdirektor Alexander Rosen mit der Situation um, denn er bekannte sich heute bei Sport 1 ganz klar zu seinem Übungsleiter: „Ich bin davon überzeugt, dass die Konstellation passt“, so der Verantwortliche, der sich dabei in erster Linie auf Zahlen beruft: „Ein Trainerwechsel ist nicht das Allheilmittel – das wiederum belegen Statistiken. Mit der aktuellen Situation ist bei der TSG niemand zufrieden, von den Gesellschaftern über die Geschäftsführung bis hin zum Team, den Trainern und mir.“ Ein Schritt in die richtige Richtung wären da sicherlich drei Punkte gegen den Hamburger SV am kommenden Freitag.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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