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Köln: Bittencourt muss sich beweisen

Er ist bis jetzt der letzte Neuzugang bei den Kölnern. Eigentlich war abzusehen, dass Leonardo Bittencourt noch etwas Trainingsrückstand mitbringt, nachdem er noch mit der U21 aktiv war und daraufhin einen ausgedehnten Urlaub hatte. Doch dass der Dribbler nun so schlecht in die Gänge kommt hätte man am Rhein wohl nicht erwartet.

kölnFakt ist, dass der ehemalige Hannoveraner noch zu selten die Szenen zeigt, die man sich von ihm erhofft. Während der Zeit mit den Kölnern in Kitzbühel sah man ihn nur selten in ein Tempodribbling gehen und auch der Abschluss lässt weiter zu wünschen übrig. 2,2 Millionen Euro haben sich die Kölner den U21-Nationalspieler kosten lassen, bisher ist aber noch fraglich, ob er diese Verpflichtung schon zeitnah auf dem Feld bestätigen kann. „Die ersten Wochen waren etwas schwierig für mich, weil ich noch etwas im Rückstand bin. Aber mich bringt jetzt jede Trainingseinheit weiter“, so der Rechtsfuß, der sich auch positiv für die Zukunft gab: „Ich wäre nicht der erste Spieler, der später gekommen und rechtzeitig fit geworden ist. Da mache ich mir gar keine Gedanken.“

In den beiden Testspielen gegen Espanyol Barcelona (0:2) den SC Cambuur-Leeuwarden (2:1) konnte man noch nicht viel von Bittencourt sehen. „Ich habe jetzt zwei Spiele gemacht. Da klappt nicht immer alles. Ich brauche noch etwas Zeit, um die Jungs auf dem Platz besser kennenzulernen. Dass die Abläufe noch nicht zu 100 Prozent perfekt sind, ist ganz klar“, so der Offensivallrounder. Peter Stöger geht derweil davon aus, dass er den U21-Spieler auf dem Flügel aufstellen wird. „Auf der Acht und der Zehn habe ich auch schon gespielt. Das ist alles kein Problem für mich. Doch auf den Außen bin ich am besten aufgehoben“, so der ehemalige Dortmunder, der sich selbst am liebsten auf der Position vorne links sieht: „Ich habe in meiner kompletten Jugendzeit immer links gespielt, in der Nationalmannschaft auch. Ich kann auf beiden Seiten spielen, aber fühle mich vielleicht auf links einen Tick wohler.“

Auf der rechten Seite der Kölner Publikumsliebling Marcel Risse zuhause, links hingegen hat sich noch niemand einen ganz offensichtlichen Vorteil erspielt. Wenn man einen Tipp abgeben müsste wäre derzeit wohl Simon Zoller, der vom 1. FC Kaiserslautern zurückgekommen ist, dort die erste Wahl, doch noch hat Bittencourt mehr als genug Zeit den Trainer von seinen Qualitäten zu überzeugen. Immerhin hat er seine Ziele für diese Saison schon klar formuliert: „So viele Spiele wie möglich machen und mehr Tore schießen als letztes Jahr.“ Das sollte eigentlich kein großes Problem werden, denn für die Hannoveraner erzielte er in der abgelaufenen Saison gerade mal einen mageren Treffer.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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