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Puma EvoSPEED SL (Leder) im Test von cdcr7skills: „Lässt in keinem Bereich Wünsche offen“

Der PUMA EvoSPEED SL (SuperLight) ist der leichteste Schuh aus dem in Herzogenaurach ansässigen Sportartikelhersteller und wird ab dem 1. Juli in 2 verschiedenen Varianten erhältlich sein: Eine davon ist die Version aus Känguruh-Leder, die bei der Schuhgröße 45 (UK 10.5) 170g auf die Waage bringt. Die Version aus Textil hingegen in der selben Größe unterbietet dieses Gewicht nochmals um 63g und wiegt somit nur federleichte 117g.

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Spieler wie Marco Reus, Sergio Agüero und Radamel Falcao werden abermals in die neuste Innovation Pumas schlüpfen.

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Für großes Aufsehen bei der neuesten Entwicklung aus dem Hause PUMA hat bereits vor dem Release der Sticker, der auf der Sohle des Fußballschuhs zu finden ist gesorgt:

„The evoSPEED SL is not for training days. It’s for your best days. Your match days. It may only be used on real grass. Due to its extremely lightweight design, it’s expected to last up to 10 games. But the moments it creates will last forever.“

Der Schuh sei nur für deine besten Tage – deine Spieltage – da man erwarte, dass er aufgrund des extremen Leichtbaus bis zu 10 Spiele halten möge.

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Let’s go and find out! Im Test ist hier die Rede von der Lederversion.

Der EvoSPEED SL setzt, wie der Name schon sagt vornehmlich auf eines: Schnelligkeit und Leichtigkeit. Dies ist den Herstellern vorzüglich gelungen. Mit 170g ist der Schuh einer der leichtesten auf dem Markt und unter den Ledervarianten sogar DER leichteste!

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Design

Beim Design setzt man ebenfalls auf Leichtigkeit – die Seite ziert der bekannte Formstripe, der dem Schuh etwas elegantes, aber dennoch „leichtes“ Aussehen verleiht. Im Vorderfußbereich ziert de PUMA-Schriftzug den neuen EvoSPEED SL. An der Ferse ist noch das „SL“ für SuperLight eingearbeitet.

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Meinen persönlichen Geschmack trifft der Schuh vor allem in der Blackout-Version zu 100%. Der Formstripe ist hier mit einem leicht schimmernden Carbon-lookein vom Rest des Schuhs abgehoben.

Komfort/Ballgefühl

Komfort?! Bei 170g und einem Lederschuh? Pfff – lässt demnach wohl zu wünschen übrig… Würde man meinen. FALSCH GEDACHT. Und zwar komplett.

PUMA hat hier hervorragende Arbeit geleistet. Man schlüpft in den Schuh und hat – wie beim EvoPOWER 1.2 – das Gefühl, als hätte man den Schuh bereits eingespielt. Unnötig also zu erwähnen, dass ich weder Blasen, noch Druckstellen bekam. Denjenigen, die es jedoch noch komfortabler haben wollen, bietet Puma ein Paar CMFT-Sockliner zum wechseln.

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Somit müsste also das Ballgefühl bei dem geringen Gewicht und damit eben wenig Material eigentlich ziemlich gut sein, richtig? Richtig. K-Leather ist bereits seit Jahren sehr beliebt unter Fußballschuhträgern und war somit eine glänzende Wahl für PUMAs neuesten Speedboot. Das Känguruh-Leder bietet zudem optimalen Halt und im Zusammenspiel mit der neuen SPEEDFRAME-Technologie, die an der Seite des Schuhs eingearbeitet ist, überraschend viel Stabilität bei schnellen Richtungswechseln. Die externe Fersenkappe bietet zudem ebenfalls noch einmal Stabilität und schützt vor Tritten, wenn ihr eurem Gegenspieler mal wieder zu schnell seid ;)

Vor allem bei Schüssen und Pässen hat mich der EvoSPEED SL sehr positiv beeindruckt. Trotz des dünnen Materials schmerzen auch die härtesten Schüsse nicht und man hat ein hervorragendes Feeling für den Ball.

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Passform

Der Schuh ist entsprechend seiner Größe geschnitten. Im Vergleich zum EvoSPEED 1.3 ist er noch ein wenig enger gehalten – liegt daher meiner Meinung nach noch besser am Fuß und bietet bei weitem ein besseres Komfortgefühl. Wer einen EvoPOWER 1.2 zuhause hat, sollte hier auf jeden Fall die selbe Größe wählen. Die Adizero-Träger können sich hier ebenfalls die selbe Größe bestellen und sind auf der sicheren Seite. Für die Nike-Träger kann ich allerdings leider keine Größenempfehlung abgeben.

 

Traktion

Mit einer Kombination aus konischen und lamellenförmigen Nocken bringt PUMA eine neue Außensohle mit besonderen Veränderungen gegenüber dem EvoSPEED 1.3. Im Vorderfußbereich finden sich nun 4 konische Nocken gemixt mit 3 lamellenförmigen, die dir beim Antritt und Richtungswechseln den nötigen Grip bereitstellen sollen. Im Fersenbereich überrascht die Marke mit der Raubkatze als Logo mit nur 2 lamellenförmigen an der Lateralseite des Schuhs und einer konischen Nocke, die an der inneren Seite ihren Platz einnimmt.

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Ich persönlich finde, dass die Kombination aus verschiedenen Nockenarten eine bessere Traktion bietet, als eine komplett auf eine Nockenart ausgelegte Sohle (wie es beim EvoSPEED 1.3 der Fall war). PUMA hat hier einen kleinen Risikoschritt gewagt, der sich aber bezahlt gemacht hat.

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Verarbeitung

Auf den ersten Blick wirkt der EvoSPEED SL sehr solide verarbeitet, was sich bei näherem Hinsehen auch bestätigt. Die Außensohle ist mit dem Upper verklebt und ich konnte an meinem Modell keine Kleberückstände erkennen. Der Upper ist sorgfältig vernäht und zu beanstanden gibt es auch hier nichts. Um ehrlich zu sein habe ich mir als erstes – nachdem ich den Schuh aus der Box genommen habe, die Frage gestellt, warum dieser Schuh nur 10 Spiele und keine komplette Saison halten sollte.

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Haltbarkeit

Last, but (by all means) not close to least: Die Haltbarkeit

Spekulationen um den Sticker, der den Schuhen bescheinigte in etwa nur 10 Matchdays zu überstehen sorgten im Vorfeld für erheblichen Wirbel auf diversen Social-Media Seiten. Hält der Schuh wirklich nur 10 Spiele? Oder merkt man sogar schon nach der ersten Einheit, dass man nicht lange Freude an diesem Schuh haben wird?

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Ich konnte während der Einheiten mit dem Schuh nur leichte Abnutzungsspuren im Vorderfußbereich (auf Höhe des großen Zehs / Innenseite des Schuhs) feststellen. Dort löst sich minimal das Leder von der Sohle. Zu den Einheiten gehörten schnelle Richtungswechsel, Dribblings und vor allem Schüsse. Hierbei sollte ich aber erwähnen, dass ich des öfteren mal zu weit unter den Ball wollte und somit direkt in den Boden gekickt habe. Zudem habe ich ähnliche Abnutzungsspuren bei jedem Ledermodell, das ich bis jetzt getestet habe feststellen müssen.

Laut jetzigem Stand ist der Sticker mit der 10-Spiele-Notiz also eher eine Vorsichtsmaßnahme PUMAs, um den Käufer darauf aufmerksam zu machen, dass der Schuh eventuell keine Saison hält. Das heißt aber nicht, dass der Schuh nicht länger halten KANN. Aufgrund der guten Verarbeitung und den bis jetzt kaum auftretenden Abnutzungsspuren denke ich jedoch, dass der Schuh definitiv mehr aushält, als man von ihm erwartet – sofern er dementsprechend gepflegt wird.

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Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass PUMA mit dem EvoSPEED SL ein Modell auf den Markt gebracht hat, das den EvoSPEED 1.3 in den Schatten stellt.

Der neueste Speedboot lässt meines Erachtens nach in keinem Bereich Wünsche offen. Die 170g am Fuß spürt man kaum, bieten aber dennoch genug Schutz um bei harten Schüssen keinen Schmerz zu verspüren. Die zwei einzigen Kritikpunkte sind aus meiner Sicht die Möglichkeit, dass der Schuh eventuell nicht lange hält (Nochmals: ich zweifle es nicht an, dass der Schuh auch eine Saison halten kann – im Gegenteil) und der stolze Preis von 229,99€. Aber dafür gibt es ja den SF-Gutscheincode ;) :-P

  • Komfort 9/10
  • Ballgefühl 10/10
  • Traktion 9/10
  • Verarbeitung 9/10
  • Haltbarkeit 7,5/10

Update: 12.08: Hierbei muss ich jedoch anmerken, dass der EvoSpeed SL auch in Leder mittlerweile mehrere Gebrauchsspuren aufweist. Ich muss also meine Aussage, dass der Schuh eventuell sogar bis zu einer Saison halten kann revidieren.

Kategorie: Fußballschuhe, News Tags: 
 
 

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