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Hertha: Dardai bleibt

Die Berliner konnten nach der 1:2-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen die Hertha dennoch jubeln, denn durch die Ergebnisse der Konkurrenz war der Klassenerhalt am Ende Gewissheit. Nach einigen Feierlichkeiten hat Trainer Pal Dardai nun begonnen die abgelaufenen Saison zu analysieren. Dabei kam der Coach zum selben Ergebnis wie der Berliner Kapitän Fabian Lustenberger.

herthaGestern gönnte sich Dardai nach eigenen Aussagen eine Flasche Rotwein und eine Zigarre, nachdem die ruhigen Momente in den letzten Wochen eher selten waren. Am Samstag fehlte dafür nach der Partie gegen Hoffenheim die Zeit und die Ruhe, doch nun sind auch die Berliner in die wohl verdiente Pause gestartet. Der Klassenerhalt wurde geschafft, doch trotzdem bleibt das Resümee der Saison eher sachlich und bescheiden. „Es war ein schwieriges Jahr“, so der Trainer: „Wir haben es mit viel Arbeit und taktischer Disziplin geschafft. Aber die Endphase der Saison hat mir nicht gefallen.“ Das wurde auch der Mannschaft gestern noch einmal genau so mitgeteilt und nun sollen noch weitere Gespräche folgen, bevor es nach der Mitgliederversammlung morgen Abend dann in den Urlaub geht.

„Nach dem Köln-Spiel (0:0) ist etwas passiert bei uns, da ist etwas auf der Strecke geblieben“, so Dardai gestern. Vor allem der absolute Siegeswillen und der letzte Biss wurde zuletzt schmerzlich vermisst: „Einige dachten nach dem Köln-Spiel wohl, dass es schon geschafft ist. Aber wenn ein paar Spieler nicht mitmachen, hast du ein Problem.“ Immerhin ist es mittlerweile Klarheit, dass die Berliner auch die nächste Saison mit Dardai und seinem Assistenten Rainer Widmayer in die nächste Saison starten werden. Die neuen Verträge werden wohl noch in dieser Woche unterschreiben. Fakt ist aber auch, dass der Kader nach dem letzten Sommer auch in den kommenden Monaten wieder kräftig durchgerüttelt werden muss. Leider läuft im Sommer nur der Vertrag von Marcel Ndjeng aus, dabei wünscht sich Dardai, der im Juni noch mit der ungarischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation aktiv sein wird, einen schnelleren Kader, der auch mehr Torgefahr ausstrahlt.

„In der Offensive“, so Kapitän Fabian Lustenberger, „hat es nicht so gut funktioniert.“ Der Schweizer selbst war es aber, der mit einem Fehlpass die Niederlage gegen Hoffenheim einleitete, doch am Ende kamen die Hauptstädter wieder mit einem blauen Auge davon. „Das war mein dritter Abstiegskampf mit Hertha, und zum ersten Mal ging es gut aus“, so Lustenberger, der schon 2010 und 2012 abgestiegen ist: „Dass man nach einer Niederlage nicht überschwänglich ist, ist klar. Aber wir sind alle sehr erleichtert. Es war eine sehr schwierige Saison – für uns alle.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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