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Stuttgart: Gentner bleibt Kapitän

Einige Zeit lang herrschte Unklarheit, doch nun einen Tag vor dem ersten Pflichtspiel gab Stuttgarts Trainer Armin Veh bekannt, dass auch in dieser Saison Christian Gentner die Binde des Spielführers tragen wird. Morgen steht für die Schwaben mit dem Pokalspiel gegen den VfL Bochum die erste Saison-Hürde auf dem Plan. Veh backt folglich schon im Vorfeld eher kleinere Brötchen, denn ein Aus in der ersten Runde gegen den Zweitligisten wäre nun keine komplette Sensation.

Vfb Stuttgart6 Jahre lang hat es gedauert bevor Armin Veh wieder zum VfB zurückgekehrt ist. Viele Spieler kennt er nicht mehr, allerdings ist Gentner eine Ausnahme, denn mit ihm arbeitete er auch schon beim VfL Wolfsburg zusammen. Mittlerweile ist der 29-Jährige ein echter Leistungsträger, der vor einem Jahr die Kapitänsbinde von Serdar Tasci übernommen hat. „Er hat sich sehr gut weiterentwickelt und ist allein aufgrund seines Alters reifer geworden. Deshalb war die Entscheidung für mich klar“, so Armin Veh heute in einem Interview, nachdem er vor rund einer Woche im Trainingslager noch keine definitive Entscheidung getroffen haben soll. „Ich habe Gentner mit Überzeugung wieder zum Kapitän bestimmt. Den Spieler kenne ich sehr gut und schon lange Zeit. Sowohl charakterlich als auch von der Leistung her kann er die Funktion sehr gut ausüben“, so Armin Veh.

Bis auf ein dreijähriges Intermezzo beim VfL Wolfsburg spielt Gentner bereits seit 1999 bei den Schwaben, für die er bislang insgesamt 160 Bundesliga-Spiele absolvierte, in denen er auf 20 Tore und 17 Vorlagen kam. Die Saison beginnt für die Schwaben offiziell morgen mit dem Pokalspiel gegen den VfL Bochum, der aktuell immerhin Tabellenführer der zweiten Bundesliga ist. „Wir haben damit nicht unbedingt Losglück gehabt. Die haben sehr viel Selbstvertrauen, das wird nicht einfach, aber wir haben nach 7 Wochen Vorbereitung auch ein anderes Level erreicht“, so Veh realistisch: „Ich habe keinen schlechten Eindruck von der Mannschaft.“

Auf die Frage hin, was bei einem möglichen Aus in der ersten Runde los wäre, antwortete Veh trocken, dass dann die Welt auch nicht untergehen würde. Die 2500 bis 3000 Fans, die die Schwaben nach Bochum begleiten werden, sehen das wohl etwas anders. Die Statistik spricht jedoch für den VfB, denn dieser ist seit nunmehr 18 Jahren nicht mehr in der ersten Runde rausgeflogen. Mit Mohammed Abdellaoue, Daniel Ginczek und Adam Hlousek stehen drei Profis zwar nicht zur Verfügung, ansonsten kann Veh aber auf all seine Schützlinge zurückgreifen. Ohnehin ist der Kader kurz vor dem Saisonstart recht breit aufgestellt, allerdings gibt es noch einige Kandidaten, die den Verein verlassen können.

Darunter fällt unter anderem auch Marco Rojas, der zu Beginn der Vorbereitung noch überzeugen konnte, mit der Zeit aber deutlich nachgelassen hat. Der 22-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2017 und soll daher durch ein Leihgeschäft etwas mehr Spielpraxis bekommen. In seiner ersten Saison bei den Stuttgartern kam der Neuseeländer aufgrund eines Ermüdungsbruchs nicht zu seinem ersten Bundesliga-Spiel. Bleibt abzuwarten, ob sich jemand die Dienste des Angreifers auf Leihbasis sichern wird oder ob er sich zunächst mit einem Platz auf der Stuttgarter Bank anfreunden muss.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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