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Ausblick: Deutschland bei der Fußball WM 2014

Langsam wird es ernst: Die FIFA startet ihre letzte Ticketverkaufsphase, die deutsche Bundesregierung plant eine Sonderverordnung, die Public Viewing bis tief in die Nacht hinein erlaubt, und die deutschen Fans stellen letzte Vorbereitungen an, wie der gesteigerte Absatz an Deutschland Flaggen belegt. So nimmt denn das WM-Erlebnis, egal ob vor Ort oder für Zuhause geplant, immer konkretere Formen an. Die Frage, die dabei bleibt, ist: wird die WM-Euphorie von einem sportlichen Erfolg am Zuckerhut gekrönt?

Der Fahrplan bis zur Fußball Weltmeisterschaft ist bereits abgesteckt: in drei Testspielen und dem Trainingslager in Südtirol plant Bundestrainer Joachim Löw seinen WM-Kader zu einer schlagkräftigen Truppe zu formen. Die erweiterte Auswahl soll bereits in den ersten Maitagen feststehen, der endgültige, 23 Mann starke Kader ist dann bis spätestens 2. Juni der FIFA zu vermelden. Dass dabei Leistungsträger wie Manuel Neuer, Philipp Lahm oder Mats Hummels ihr WM-Ticket so gut wie gebucht haben, darüber besteht Einigkeit. Fraglich ist allerdings, wer die Reihen auffüllen wird und ob verletzte Stammspieler wie Mario Gomez oder Miroslav Klose zu Hause bleiben müssen.

Bis Anfang Juni, wenn Joachim Löw und seine Spieler den Flieger nach Brasilien besteigen, wird aber auch das geklärt sein. Dann gilt es, das erste Etappenziel ins Visier zu nehmen: das Achtelfinale.

Die Aufgaben der DFB-Auswahl in WM-Gruppe G

Drei Tage nach der Eröffnung des Turniers muss sich Deutschland seinem ersten Gruppengegner, Portugal, stellen. Aus dem letzten Jahrzehnt bringt die deutsche Auswahl eine weiße Weste mit; sowohl bei der WM 2006, als auch bei der EM 2008 und der EM 2012 konnte die Selecao den deutschen Kickern nichts anhaben. Auch die jüngsten Auftritte lassen Zweifel daran aufkommen, ob die Iberer den deutschen Kickern das Wasser reichen können: die WM-Qualifikation konnte schließlich erst im Play-off gesichert werden.

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Abbildung oben: die Wettquoten für den Sieg in der WM Gruppe G. Deutschland ist der haushohe Favorit der Wettanbieter, für Portugal dürfte der zweite Aufstiegsplatz reserviert sein. Ghana und die USA gelten als krasse Außenseiter. Die Grafik stammt vom Portal www.wettanbieter.de

Dennoch stellen die Portugiesen auf dem Papier den härtesten Gegner in der Gruppenphase. In den Gruppenspielen gegen Ghana und die USA, die sich fünf bzw. 10 Tage später dem Direktvergleich stellen, gilt Deutschland folglich als klarer Favorit. So erscheint auch der Aufstieg aus der Gruppenphase in die WM-Finalrunden als Pflicht; das WM-Aus in dieser Turnierphase wäre nicht nur schmachvoll, sondern zudem eine Premiere: noch nie musste die deutsche Fußballnationalmannschaft nach der Gruppenphase ihren Abschied nehmen. Sollte auch diesmal die erste Turnierphase unbeschadet überstanden werden, so geht es im K.o.-Modus weiter.

Die potentiellen Aufgaben in den WM Finalrunden

Im Achtelfinale wird die deutsche Nationalmannschaft ein WM-Teilnehmer aus Gruppe H erwarten. Belgien, Russland, Südkorea oder Algerien könnte der Gegner heißen, wobei es am Wahrscheinlichsten ist, dass es zu einem Duell mit einem europäischen Vertreter kommt. Sowohl mit den „Roten Teufeln“, als auch mit der Landesauswahl aus Eurasien verknüpfen die Deutschen gute Erinnerungen: seit 1956 (Belgien) bzw. 1966 (Russland) ist die DFB-Auswahl unbesiegt.

Das Viertelfinale könnte dann andere Kaliber auf den Stadionrasen bringen: Frankreich, Schweiz und Argentinien sind in der Fußballwelt klingende Namen. Ist auch diese Turnierphase überstanden, so könnte im Halbfinale erstmals eine Begegnung mit Gastgeber Brasilien, dem amtierenden Weltmeister Spanien, Uruguay oder Italien bevorstehen. Trotz dieser Aussichten schätzen die Fußballexperten die Chancen hoch ein, dass Deutschland das Finale erreicht und sich vielleicht sogar Weltmeister 2014 nennen darf.

Kategorie: Nationalteams, News, WM 2014
 
 

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