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Hoffenheim: Samasseko-Nachzahlung?

Bei den Hoffenheimern gibt es aktuell noch Streit wegen Diadie Samassekou. Die ehemalige Berater des Mittelfeldmannes will nun 250.000 Euro mit Zinsen von der TSG für den als Salzburg gekommenen Transfer haben. In der ersten Instanz hatte das Landgericht (LG) Heidelberg dem Bundesligisten noch Recht gegeben. Nun kommt es zwischen den Parteien aber vor dem Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe zum nächsten Schlagabtausch.

Samassekou wurde am 15. August 2019 bei der TSG vorgestellt. Schon einige Monate vorher gab es den Kontakt zwischen der ehemaligen Agentur des Spielers, Classico Sports Management aus Frankreich. Im Januar hatte Alexander Rosen die französische Firma kontaktiert, die in der Folge den Mittelfeldmann aus Mali, damals bei RB Salzburg unter Vertrag, als potenziellen Neuzugang ins Spiel gebracht. „Zwischen April und Juni 2019 gab es keine Kommunikation der Parteien über den Spieler“, so die Tatbestandsbeschreibung des LG. Samassekou war 2018/19 einer der besten Spieler in Österreich und wollte in seiner Karriere den nächsten Schritt gehen.

Im Juli 2019 wechselte er dann seinen Berater. Die Frage ist nun, ob der ehemaligen Agentur, die auch den Ex-Dortmunder und -Mainzer Abdou Diallo vertreten, für den Transfer in Höhe von mindestens zwölf Millionen Euro noch eine Provision zusteht. So soll es zwischen dem 7. Und 14. Juli eine E-Mail gegeben haben, in der die finanziellen Eckdaten des Vertrags geklärt wurden. Darin unter anderem enthalten eine Agenturgebühr von 250.000 Euro pro Saison. So hätte die TSG für den Fünfjahresvertrag des Franzosen also 1,25 Millionen Euro an die Agentur zahlen müssen, wenn es mit Classico zu einem Abschluss gekommen wäre.

Die Agentur erklärte der TSG aber am 17. Juli, dass  Samassekou nun einen neuen Berater habe. Sie bestreiten jedoch, dass der Kicker den mit ihnen gültigen Vertrag schon knapp 2 Wochen vorher gekündigt haben soll. Für das laufende Verfahren berufen sie sich nun auf einen Nachweismaklervertrag, weil sich die Kraichgauer im Januar mit ihnen in Verbindung gesetzt haben und es später schon ein konkretes Angebot per E-Mail gab. Demnach fordert die Agentur nun 250.000 Euro an Provision. Die Summe ergibt sich aus dem Jahresgehalt des Franzosen, das bei rund 2,7 Millionen Euro liegt.

Die erste Instanz sah das komplett anders und machte deutlich, dass hier kein Nachweismaklervertrag vorliegt und es demnach auch keinen Anspruch auf Provision gibt. Der Deal selbst wurde im August von Mino Raiola abgewickelt. Samassekou lässt sich heute von der deutschen Agentur Roof vertreten, die aus der Fusion der beiden Agenturen Arena11 und Spielerrat entstanden ist. Sowohl die Hoffenheimer als auch die Dortmunder Kanzlei Reiter & Kemmeries, die Classico vertritt, wollten sich nicht dazu äußern, da es sich noch um ein laufendes Verfahren handelt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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