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Gladbach: Eberl über das Personal

Die Gladbacher hätten gerne einfach nur, dass das Jahr ein Ende nimmt. Aufgrund der Pandemie war es ohnehin schon sehr kurios, doch sportlich war es jetzt zum Schluss nur noch zum vergessen. Sportdirektor Max Eberl blickt derweil zurück, richtet den Blick aber auch schnell wieder nach vorne. Unter anderem soll es jetzt bald personelle Entscheidungen geben.

„Die schönsten beiden Wochen waren gleich zu Beginn“, so Eberl im Abschlussinterview auf der Website der Fohlen. Mit Siegen gegen Bielefeld (1:0) und den FC Bayern (3:2) kam man furios aus der Winterpause zurück und startete eine Serie bis Februar. Am Ende wurde es dann aber doch nur Rang 8, womit man komplett am europäischen Wettbewerb vorbeiflog. Danach wechselte Trainer Marco Rose auch noch zu den Dortmundern, was das Fass zum Überlaufen brachte. „Für mich war das die größte Enttäuschung in meiner Tätigkeit als Sportdirektor bei Borussia. Ich hatte alles dafür getan, dass wir wieder Europa erreichen, aber meine Entscheidungen, die ich voller Überzeugung getätigt habe, haben uns leider nicht dorthin geführt. All die Kritik, die dann auf uns eingeprasselt ist, musste ich akzeptieren“, so Eberl.

So sollte man meinen, dass eine Saison ohne Dreifachbelastung Raum für gute Leistungen in der Liga lässt, doch dem sollte nicht so sein. Dabei zeigte man unter dem neuen Trainer Adi Hütter unter anderem beim 5:0 gegen die Bayern im Pokal überragende Leistungen, nur um danach in der Liga wieder alles zu verspielen. Das 0:6 gegen Freiburg war nur eine verlorene Schlacht, denn am Ende der Hinrunde stehen 19 Punkte und ein schwacher Platz 14 auf der Haben-Seite.

„Ich bin froh, wenn 2021 dann endlich vorbei ist und wir jetzt mal ein wenig Zeit haben, um durchzuatmen. Die jüngste Phase war sehr intensiv und hat viel Kraft gekostet. Jetzt das Ganze einmal ein Stück weit sacken zu lassen, und zu versuchen, nach dem ganzen Mist der vergangenen Wochen das Positive mitzunehmen, tut uns sicherlich gut“, so Eberl weiter, der die Neuzugänge Joe Scally, Luca Netz und Manu Koné zumindest noch als Gewinner der Hinrunde bezeichnet. Personell muss man sehen, was aus den Leistungsträgern wird, deren Verträge bald auslaufen: „Ich habe den Jungs klipp und klar gesagt, dass ich alles, was nichts mit Borussia und der Rückrunde zu tun hat, bis zum Ende dieses Jahres geklärt wissen möchte. Ich will, dass alle ihren Fokus auf den Verein, die Rückrunde und diese Situation richten.“

Dabei dürfte es vorrangig um Denis Zakaria und Matthias Ginter (beide 15 Startelfeinsätze) gehen, die nur noch einen Vertrag bis zum kommenden Sommer haben. Bei Ginter wäre ein Verbleib nicht unrealistisch, bei Zakaria könnte aber schon jetzt bald alles ein Ende haben. „Die Spieler sollen die Zeit auch dazu nutzen, ihre ganzen Belange links und rechts zu klären. Wir werden ebenso ein paar Entscheidungen fällen, um dann sauber und klar die Vorbereitung auf die Rückrunde aufzunehmen“, so Eberl. Die Leistungen müssen definitiv schnell besser werden, allerdings wartet am 7. Januar direkt der FC Bayern auf die Fohlen und anschließend geht es im Derby gegen Leverkusen. Bis dahin will Eberl möglichst viele Personalfragen geklärt haben. Weitere Neuzugänge sind ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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