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Gladbach: Die Talfahrt

Die Gladbacher werden froh sein, wenn dieses Jahr ein Ende nimmt. Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen, wobei die Tiefschläge am Jahresende doch Überhand genommen haben. Es könnte allerdings auch noch sein, dass das aktuelle Jahr mit einem richtigen Knall zu Ende geht.

Es gab natürlich auch positive Momente in 2021. Unter anderem war man im Achtelfinale der Champions League aktiv und schied erst gegen Manchester City aus, auch wenn man in beiden Spielen durchaus mithalten konnte. Im September folgte der wichtige 1:0 Erfolg über Dortmund, die mit dem alten Trainer Marco Rose nun zum Hassgegner geworden sind. Unvergessen bleibt auch das überragende 5:0 im DFB Pokal gegen die Bayern, was immer noch eine Chance auf einen großen Titel beinhaltet. Ansonsten gab es aber in den letzten 12 Monaten jede Menge Tiefschläge und Skandale. Der eine oder andere wird froh sein, wenn das Jahr zu Ende geht und man es vergessen kann.

Schon Ende 2019 am 19. Dezember spuckte Marcus Thuram in der Partie gegen Hoffenheim seinen Gegner Stefan Posch an und bekam neben einer Sperre auch noch eine Geldstrafe in Rekordhöhe. Der Imageschaden war allerdings nicht nur beim Spieler sondern auch beim Verein zu spüren. Im Januar 2020 gab es dann die große Party-Affäre rund um Breel Embolo, dicht gefolgt von einer 1:2 Heimpleite im Derby gegen die Kölner. Spätestens hier war auch Marco Rose erstmals in der Kritik, der mit seinen zahlreichen Rotationen nicht gerade für Konstanz sorgte. Der Knall folgte kurze Zeit später, denn Rose gab bekannt, dass er nach der Saison nicht mehr der Trainer sein würde. Manager Max Eberl musste sich rechtfertigen, warum Rose nach Dortmund geht, gleichzeitig aber noch bis zum Saisonende bleiben durfte. Sportlich ging in der Folge nicht mehr viel, man verlor 7 Pflichtspiele in Folge und gerade gegen den BVB flog man letztendlich auch noch aus dem DFB-Pokal.

Die Europa-Träume platzten dann im Mai, denn durch den Absturz schaffte man nicht einmal die Teilnahme an der Conference League. Trotz eines 4:2 Siegs gegen Bremen musste man Union Berlin an sich vorbeiziehen lassen. Zu Beginn der neuen Saison ging es nahtlos so weiter, denn nach dem 5. Spieltag unter dem neuen Trainer Adi Hütter sah man sich mit nur 4 Punkten auf dem Relegationsplatz. Im Tabellenkeller. Nach einem kurzen Hoch folgte mit einer 1:4 Klatsche gegen Köln der nächste Tiefschlag. Der finale Stoß wurde am 5. Dezember gesetzt, als man mit einem 0:6 gegen Freiburg komplett kapitulierte, was dann mit einer 1:4 Schlappe gegen Leipzig fortgesetzt wurde. Vier Niederlagen und insgesamt 17 Gegentore hagelte es binnen weniger Wochen. Noch ist das Jahr allerdings nicht vorbei, denn morgen geht es zum Abschluss von 2021 noch gegen die TSG 1899 Hoffenheim, die sich in guter Form befindet. Wenn es hier wieder eine herbe Schlappe gibt, könnte man auf dem 16. Platz überwintern, der mittlerweile nur noch einen Punkt entfernt ist.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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