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Gladbach: Freier Fall

Dass die Gladbacher sich mittlerweile in einer echten Krise befinden, muss man beim Blick auf die Ergebnisse niemandem mehr verheimlichen. Das ist ganz klar auch eine Sache der eigenen Effizient, was eine Datenanalyse bestätigt. Wo führt der Weg der Fohlen in diesem Jahr noch hin?

Haben die Gladbacher das Vertrauen in das eigene Können verloren? Hat der neue Trainer sein Konzept noch nicht an den Mann bringen können? Sportdirektor Max Eberl scheint aktuell noch keine Antworten auf diese Fragen zu haben, sondern wunderte sich nach der letzten Niederlage selbst, wie man es geschafft hat in eine handfeste Krise zu rutschen. In den letzten drei Partien haben die Fohlen immerhin 14 Gegentreffer hinnehmen müssen, was natürlich nicht den Daten eines Europa-Anwärters entspricht.

Nun könnte man meinen, dass ihnen das nötige Glück vor dem Tor fehlt, was die Gegner im Moment haben, doch das wäre wohl etwas zu einfach gedacht. Die Daten bestätigen diese Annahme aber zumindest in gewissem Maße. Nach 12 Spieltagen hätten die Fohlen eigentlich gleichauf mit den Dortmundern sein müssen, wenn man den Statistiken von xGoals Glauben schenkt. In insgesamt 9 Spielen hatte man bessere Statistiken als der Gegner, doch am Ende gingen nur 5 Partien gewonnen. Bei den erzielten Toren ist niemand so ineffizient, wie die Gladbacher. 19 Tore kamen bisher zustande, doch 26 könneten es nach xGoals schon sein. Damit liegt man in dieser Wertung noch hinter Wolfsburg und Bielefeld auf dem letzten Rang.

Die Konkurrenz ist zudem viel effizienter bei der Chancenverwertung. Zudem kassiert man deutlich mehr Gegentore, als man eigentlich müsste. Ein Indikator ist auch die niedrige Schussdistanz, die mit 13,7 Meter ebenfalls am Ende der Rangliste liegt. Gleichzeitig lassen die Fohlen pro Schuss des Gegners die zweitmeisten Gegentore zu. Nur Schlusslicht Fürth ist hier noch schlechter unterwegs.

Die letzten drei Spiele sind natürlich bezeichnend, denn alleine dadurch stieg der Wert für Gegentore pro Spiel von 1,33 auf 1,92 pro Spiel. Der einzige, der im Moment noch erstklassige Leistungen zeigt, ist Keeper Yann Sommer, der selbst bei einem 1:4 wie am Wochenende gegen Leipzig mit einer Note von 2,0 noch eine sehr gute Partie absolvierte. Ohne den Schweizer wären die Zahlen wohl noch wesentlich schlechter, als sie ohnehin schon sind.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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