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Hertha: Jovetic zurück

Für die Hertha aus Berlin steht das wichtige Derby gegen Union Berlin auf dem Plan. Im Topspiel am Samstag können sie jetzt anscheinend doch mit ihrem Stürmer Stevan Jovetic rechnen. Der Montenegriner, der im Rahmen seiner Länderspielreise positiv auf Corona getestet wurde, konnte durch negative Tests aus der Quarantäne entlassen werden und soll schon heute wieder in Berlin eintreffen.

Jovetic konnte beim letzten Spiel in der Bundesliga beim 1:1 gegen Leverkusen noch als Torschütze auffallen, wurde dann aber durch einen positiven Corona-Test aus der Bahn geworfen. Die WM-Qualifikationsspiele Montenegros gegen die Niederlande und die Türkei verpasste der Hertha-Neuzugang dadurch, obwohl er doppelt geimpft ist und symptomfrei blieb. Nachdem er zurück in Berlin ist, muss er sich dann den üblichen kardiologischen Untersuchung unterziehen, bevor er wieder freigegeben wird. Diese werden aber wohl erst morgen stattfinden können. Wenn er dann aber grünes Licht von den Ärzten bekommt, könnte er rechtzeitig für das Derby gegen Berlin wieder einsatzbereit sein.

Auch Trainer Pal Dardai ist froh, dass er nun wahrscheinlich schon recht früh wieder auf seinen Angreifer zurückgreifen können wird. „Wenn Jove es schafft, ist er Profi genug. Er wird dann selber entscheiden, ob er von Anfang an spielt, als Einwechsler oder gar nicht dabei ist. Und wenn er es nicht schafft, ist es auch keine Ausrede. Natürlich ist die Offensive mit ihm besser“, so der Coach, der allerdings auch ein paar Alternativen im Kader hat, „die richtig gut trainieren. Die sehen, es ist ein Platz frei.“ Davie Selke, Krzysztof Piatek und eben Belfodil wären bereit, wenn es um einen potenziellen Ersatz geht: „Vielleicht spielen wir auch 4-4-2 mit zwei großgewachsenen Stürmern“, so Dardai, der zuletzt auf ein 4-2-3-1 setzte: „Belfodil kann auch hängend spielen.“

Derweil haben sich zwei Spieler der Hertha, die bisher eine Impfung abgelehnt haben, sich doch dafür entschieden. „Wir versuchen die Jungs, die sich noch nicht impfen lassen haben, zu überzeugen. Das kommt beim einen oder anderen interessanterweise gut an jetzt, endlich“, so Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic am Donnerstag: „Anfang der Woche werden wieder zwei zum Impfen gehen, worüber wir sehr glücklich sind. Ich werde keinen Namen nennen. Den Rest, den wir noch haben, werden wir auch noch versuchen, in die richtige Richtung zu bringen und alles Mögliche auszuschöpfen.“ Bei den Mitarbeitern soll wohl jeder geimpft sein, in der Mannschaft gibt es nur wenige Ausnahmen. „Die Jungs (die noch ungeimpft sind, d. Red.) wollen vielleicht im Winter auch in den Urlaub gehen und merken, das ist ein bisschen schwierig. Ich will nicht von einer Impfpflicht sprechen, da muss man ein bisschen aufpassen. Ich bin auch nicht der Söder, der das Fass aufmachen muss. Ganz ehrlich: Es gibt nicht nur Fußball, es gibt viel mehr Sport. Jeder sollte sich impfen lassen, aber jedem sollte es freigestellt sein, ob er es tun möchte oder nicht. Deswegen will ich kein politisches Thema draus machen. Das ist aus meiner Sicht immer kontraproduktiv.“

Derweil gibt es natürlich schon Stimmen, die die Vollauslastung der alten Försterei im Derby kritisieren, während die Zahlen in Deutschland allgemein drastisch steigen. Davon wollte Sport-Geschäftsführer Bobic aber nichts hören: „Wir haben Vorgaben – und an die Vorgaben halten wir uns. Und dazu kommt der Appell, sich am Spieltag freiwillig testen zu lassen. Die Stadien waren nicht als der Treiber der Infektion bekannt, das ist eher in geschlossenen Räumen der Fall. Ich halte es für sinnvoll, dass man den Fans die Chance gibt, ins Stadion zu gehen. Dass man vorsichtig sein soll und viele Dinge einhalten soll, ist selbstredend.“ Eine schöne Aussage und Hoffnung, die allerdings nicht viel bringen wird, da die Vergangenheit bewiesen hat, dass zu viele sich nicht an etwaige Regeln halten wollen. Bei Union werden es erstmals seit 1. März 2020 wieder 22.000 Menschen im stadion sein. „Für uns war das ganz klar. Wenn 2G gelten soll, wofür brauchst du dann eine Begrenzung der Kapazität? Dass gegen Augsburg keine 74.000 kommen werden, das wissen wir auch“, so Bobic weiter.  

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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