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Hoffenheim: Adamyan auf Abstellgleis

Sargis Adamyan hat aktuell keine wirklich leichte Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim. Immerhin konnte er nun mit dem Einsatz für sein Land im Spiel gegen Deutschland wieder einmal etwas Spielpraxis sammeln, die ihm zuletzt verwehrt geblieben ist.

Der Armenier stand zusammen mit seinem großen Vorbild, Henrikh Mkhitaryan, auf dem Platz und begann die Partie gegen Deutschland. Dabei war er nicht wie gewohnt als Flügelstürmer unterwegs, sondern fungierte in einem 5-4-1 als Speespitze und damit auch gleichzeitig als erster Anläufer und Spieler, über den die Konter gingen. Er war es auch, der in der 27. Minute gekonnt per Hacke die erste Chance der Armenier vorbereiten konnte. Einige weitere Aktionen hatte er auf seiner Seite, sodass das 1:4 am Ende für ihn persönlich sogar noch als Erfolg verbucht werden konnte. Nach 69 Minuten wurde er letztendlich ausgewechselt.

Die Spielpraxis wird ihm gut getan haben, denn bei den Hoffenheimern kam der Angreifer zuletzt eher selten zum Einsatz. Der letzte Einsatz war am 9. Spieltag beim 0:4 gegen die Bayern, als er nur zum Schluss noch ein paar Minuten ran durfte. Es war der Ort, an dem der mittlerweile 28-Jährige wohl vor zwei Jahren sein bestes Spiel absolviert hat. Damals markierte er gegen die Bayern gleich zwei Treffer und hatte beim 2:1 über den Rekordmeister damit natürlich einen riesigen Anteil am Erfolg. Danach ging es aber nur noch schleppend voran. 2019 kam er für schlappe 1,5 Millionen Euro aus der zweiten Liga aus Regensburg zur TSG. Verletzungen und auch eine Corona-Erkrankung warfen ihn immer wieder zurück. Beim 5:1 im Pokal gegen Kiel durfte er am Ende immerhin noch eine viertel Stunde performen.

Bei den letzten Ligaspielen gegen die Hertha und Bochum hingegen schaffte er es nicht einmal mehr in den Kader der TSG. Sein Trainer Sebastian Hoeneß hat einige Alternativen im Sturm, wie z.B. Jacob Bruun Larsen, der wie Adamyan gerne über die Außen kommt. Auch Christoph Baumgartner, Ihlas Bebou, der junge Georginio Rutter und zuletzt auch wieder Robert Skov können die Position des Armeniers bedienen. Andrej Kramaric ist dabei im Angriff der Kraichgauer ohnehin gesetzt. Die Zeiten sind also nicht gerade einfach. Immerhin hat er noch einen gültigen Vertrag bis 2023, allerdings kann man davon ausgehen, dass er spätestens im Sommer dann auch ein Kandidat für einen Wechsel sein könnte, wenn er bis dahin nicht mehr Einsätze bekommt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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