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Gladbach: Embolos Explosion

Für die Gladbacher war es definitiv ein sehr bewegender und vor allem auch historischer Pokalabend. Breel Embolo stoch bei der Gala ganz besonders heraus, denn er lieferte gegen die Bayern eine erstklassige Leistung ab, was ihm zuletzt nur sehr unregelmäßig gelungen ist.

Kein Wunder, dass er nach dieser Partie ein breites Lächeln im Gesicht hatte, doch zu sehr wollte Embolo sich und seine eigene Leistung nicht in der Vordergrund heben. „Eine sehr gute Mannschaftsleistung ist es gewesen, wir haben sehr effizient gespielt, und Tore gegen die beste Mannschaft der Welt sind klar etwas sehr Besonderes“, so der Angreifer. Dabei gab es von Sportdirektor Max Eberl und von Trainer Adi Hütter nur lobende Worte für den Schweizer, der das Lob als Matchwinner aber umgehend weitergeben wollte. „Die ganze Mannschaft hat es sehr gut gemacht, das Spiel war top“, so Embolo: „Wichtig ist, dass wir gewinnen, dass wir guten Fußball spielen und die Fans mitnehmen. Das alles ist uns gelungen. Und dann auch noch zu null gespielt – ein perfekter Abend für alle Borussen.“

Das Spiel gegen Bayern war sogar noch besser als die Partie beim 3:1 gegen den VfL Wolfsburg, wo er unter anderem von Stefan Effenberg schon als „Weltklasse“ betitelt wurde. Doch warum läuft es für den Angreifer anscheinend gegen qualitativ bessere Mannschaften besser, als z.B. gegen Stuttgart oder Berlin? Diese Frage stellen sich viele, dabei liegen die Gründe auf der Hand. Embolo kommt mit seinen Fähigkeiten dann am besten zur Geltung, wenn er etwas mehr Raum vor sich hat. Es waren gerade die Räume, die den Bayern gestern das Genick gebrochen haben. „Bayern steht sehr hoch, teilweise im Eins-gegen-eins. Da ist Breel mit seiner Wucht, mit seiner Schnelligkeit, mit seinem Körper eine absolute Granate, das hat er heute gezeigt“, so Trainer Hütter. Gegen Berlin und Stuttgart sah das anders aus, denn beide Gegner standen tief und verhinderten somit, dass Embolo sein Spiel entfalten konnte. Das ist natürlich keine Ausrede dafür, dass die Leistungen hier weniger gut waren, allerdings sind es zumindest Ansatzpunkte, die auch der Schweizer selbst zu seiner eigenen Weiterentwicklung nutzen kann.

Das kommende Spiel gegen Bochum wird dann wohl wieder schwieriger für ihn, denn der Aufsteiger wird in erster Linie daran interessiert sein, zunächst einmal hinten die 0 zu halten. An ein Umschaltspiel wie gestern gegen die Bayern ist dabei wohl kaum zu denken. Man kann davon ausgehen, dass die Gladbacher sehr viel Ballbesitz haben werden und in Art Handballer-Manier versuchen werden, um den Strafraum herum eine Lösung zu finden. „Es ist für ihn natürlich noch besser, wenn er hinter der letzten Linie Raum hat. Aber Breel ist ein Spieler, der jeder Mannschaft wehtun kann“, so Hütter: „Gegen tiefstehende Gegner muss man ein bisschen anders spielen, da müssen wir die richtigen Lösungen finden, um auch so einen Gegner zu knacken.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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