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Hoffenheim: Belfodils Rückkehr

Am kommenden Wochenende geht es wieder einmal zwischen der Hertha und der TSG 1899 Hoffenheim zur Sache. Damit kommt es im Kraichgau auch zu einem Wiedersehen mit Ishak Belfodil. Der Algerier hatte hier gute und schlechte Zeiten, musste immer wieder Rückschläge hinnehmen, was am Ende dann auch kein wirklich gutes Ende nahm.

2018 war es soweit. Belfodil saß im Trainingslager der Hoffenheimer, mit Vincenzo Grifo als Übersetzer im Gepäck und beteuerte, dass er nicht der Wandervogel sei, den die Presse zuweilen aus ihm machen wollte. Dennoch ist nicht abzustreiten, dass der Angreifer in seiner Karriere bereits einige Anlaufstellen zu verzeichnen hat. Vor allem in der Rückrunde 2018/19 zeigte er, dass er den Hoffenheimern weiterhelfen kann, denn er machte hier gleich 12 seiner insgesamt 16 Ligatore, doch dann verletzte er sich am letzten Spieltag gegen die Mainzer heftig.

Nach einer konservativen Reha ohne OP versuchte es Belfodil erneut, doch sein in Mitleidenschaft gezogenes Knie reagierte auf die Belastung nicht gut, sodass ein Eingriff nicht mehr zu verhindern war. Letztendlich hat die komplette Phase der Genesung das Verhältnis zwischen Spieler und Verein stark gestört. Daraus machte der Algerier auch kein Geheimnis, denn er sprach öffentlich über die aus seiner Sicht falsche Diagnose und den Druck, der auf ihn ausgeübt wurde. Das war schon Ende 2019, als TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen widersprach und versuchte, die Wogen etwas zu glätten. Belfodil blieb, es sah alles nach einer friedlichen Einigung aus, doch so richtig glücklich wurde er danach im Kraichgau nicht mehr.

„Das ist komplex“, so Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß, angesprochen auf den Fall. Der Coach kam erst 2020, hatte also mit der bis dato passierten Geschichte nicht viel zu tun und bestätigte, dass beide ein gutes Verhältnis hatten. Dass der Angreifer aber auch unter seiner Leitung nicht mehr zur Geltung kam, hatte seiner Meinung nach verschiedene Gründe, wie z.B. auch eine Covid-Infektion und einige kleine Blessuren. „Er war fleißig, hat gut trainiert“, so Hoeneß: „Hier und da war das ein bisschen unglücklich, der Knoten platzte im Spiel einfach nicht. Unter dem Strich hat er sich da dafür entschieden, einen Wechsel vorzunehmen.“ Nun kommt es also zur Rückkehr in den Kraichgau und für Belfodil sicher zu ein paar gemischten Gefühlen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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