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Gladbach: Standardschwäche?

Wenn eine Mannschaft entweder nicht das notwendige Personal oder die gute Form hat, kann das Toreschießen hier und da richtig schwerfallen. Gerade dann sind gute Standards immer ein Mittel, doch den einen oder anderen Ball über die Linie zu bringen. Das haben auch die Gladbacher in der letzten Saison bewiesen, allerdings konnten sie diese Form anscheinend nicht in die neue Saison mitnehmen.

Letztendlich haben die Fohlen gerade viel Ballbesitz, aus dem sie aber nur wenig machen. Unter anderem hat sich das auch bei den beiden 0:1-Niedderlagen gegen Augsburg und Berlin gezeigt, dass die Gladbachern offensiv einfach noch nicht so rund laufen, wie es noch in der letzten Spielzeit der Fall war. Gute Standards könnten hier den Knoten zum Platzen bringen, doch auch die ruhenden Bälle funktionieren nicht so wie gewünscht.

In der aktuellen Saison haben die Gladbacher erst ein Tor nach Standards produziert. Es war das 1:0 von Embolo beim 3:1 gegen Wolfsburg nach einem Freistoß. Dadurch liegen die Fohlen in diesem Ranking abgeschlagen auf dem letzten Platz der Tabelle, zusammen mit den Mainzern und den Augsburgern, die ebenfalls erst ein Standardtor auf dem Konto haben. Wenn man sich da andere anschaut, wir schnell klar wo die Punkte fehlen, denn z.B. die Leipziger haben stolze 11 ihrer 20 Tore nach ruhendem Ball erzielt, die Bayern schon 9 und bei der Hertha sind es 7 von 9.

Unter Marco Rose waren die Standards bei den Fohlen noch eine echte Macht. In der letzten Saison gab es 25 Tore nach ruhendem Ball, was der Bestwert der Liga ist, auch wenn hier 10 Elfmeter dabei waren. Vom Punkt hat Lars Stindl in dieser Saison schon zwei Tore liegenlassen, was nicht typisch für den Stürmer ist. Doch woran liegt es nun genau? Mit Sicherheit hat es auch mit dem Personal zu tun, denn unter anderem fielen Marcus Thuram und Ramy Bensebaini relativ lange aus. Letzterer ist ein Kopfballspezialist, der bei Ecken und Freistößen immer für Gefahr sorgen kann. Der Franzose hingegen ist ebenfalls gut mit dem Kopf, zieht aber mit seinen Dribblings auch gute Positionen rund um den Strafraum oder holt Elfmeter heraus.

Trainer Adi Hütter kann nun froh sein, dass Bensebaini nach seiner Fußverletzung wieder mit von der Partie ist. Nach Thurams Innenbandriss braucht er noch etwas Zeit, könnte aber als Joker wieder mitwirken. Eventuell sogar schon morgen im Pokal gegen die Bayern.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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