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Leverkusen: Unzufrieden mit dem Punkt

Die Leverkusener sahen gegen die Kölner lange wie die sicheren Sieger aus. Zur Halbzeit führte die Werkself mit 2:0 gegen die Domstädter, nach dem Abpfiff war dann aber allen das Lachen vergangen, denn am Ende gab es nur einen Punkt.

„Wenn du in einem Derby nach 2:0 nur 2:2 spielst, dann fühlt es sich wie eine Niederlage an“, so Keeper Lukas Hradecky nach Abpfiff bei „DAZN“ und hatte keine wirkliche Erklärung dafür, wie das passieren konnte: „Keine Ahnung. Wir schalten einfach ab, verlieren den Kopf in der zweiten Halbzeit – und Köln macht ein gutes Comeback.“ Letztendlich hatten die Leverkusener aber jede Menge Chancen, um die Partie vorzeitig zu entscheiden. „Wir hatten tausende Konterchancen“, so Hradecky etwas überspitzt und bemerkte, dass der FC nach einem 0:3 wohl kaum mehr zurückgekommen wäre.

Damit entsprach er natürlich auch der Meinung vieler seiner Kollegen. „Wir müssen unsere Konter besser ausspielen. Wir machen das 3:0 nicht, weil wir in gewissen Situationen zu schlampig spielen. So lassen wir den Gegner im Spiel drin. Es war nur eine Frage der Zeit“, so Neuzugang Robert Andrich. Ähnlich sah es auch Trainer Gerardo Seoane: „Vor allem ist es sehr ärgerlich, dass wir aus den vielen Chancen keine Tore gemacht haben. Es ist unheimlich schade, dass wir in der ersten Halbzeit so fahrlässig gespielt haben. Das wäre die Entscheidung gewesen“, so der Schweizer, der danach in eine nüchterne Analyse ging: „In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr diese Balleroberungen. Wir haben es fußballerisch nicht hingekriegt, mehr Ballbesitz zu haben und das Spiel mehr zu kontrollieren.“

Es ist nur logisch, dass beim Stand von 2:1 viele davon ausgegangen sind, dass die Ausrichtung falsch war, denn die defensiven Edmond Tapsoba und Exequiel Palacios wurden durch die Offensiven Moussa Diaby und Florian Wirtz ersetzt, was der Trainer so allerdings nicht bestätigen wollte. Unter anderem verwies der Schweizer auf das Verletzungspech, von dem die Werkself gerade heimgesucht wird. So musste Bellarabi schon zur Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselt werden und auch Piero Hincapie blieb wegen Unwohlseins in der Kabine. Kurz vor dem Ende der Partie musste dann auch Patrik Schick den Platz angeschlagen verlassen. Bleibt nun abzuwarten, ob Bayer die Kurve direkt wieder bekommen kann. Am kommenden Wochenende geht es gegen stark taumelnde Wolfsburger.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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