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Frankfurt: Tief im Keller

Die Frankfurter rutschen in der Liga weiter ab und wurden durch das 0:2 gegen Bochum nun sogar vom VfL überflügelt. Man fragt sich derzeit, ob bei den Hessen überhaupt schon alle bemerkt haben, dass es in dieser Saison wohl gegen den Abstieg geht? Die Kölner dürften ein gutes Beispiel sein, die 2018 als Teilnehmer der Europa League in der Liga abgestiegen sind.

In der letzten Woche gab es ein erstklassiges 3:1 in der Europa League gegen Olympiakos Piräus, doch die Trendwende in der Liga blieb am Wochenende komplett aus. Wie auch in der Woche zuvor gegen die Berliner kassierten die Hessen ein billiges Tor nach einem Einwurf der Bochumer. Schon in der 3. Minute konnte Assist-Geber Takuma Asano völlig unbedrängt in die Schnittstelle und bediente den ehemaligen Frankfurter Danny Blum genau. Wäre weniger schlimm gewesen, doch Almamy Toure hob ihm Halbschlaf das Abseits auf und lieg dem Torschützen nicht einmal hinterher. Der Franzose spielte generell eine schlechte Partie und leistete sich gleich mehrere Fehlpässe. Wenn alles normal läuft, dürfte er mit diesem Auftritt seinen Platz in der Startelf verloren haben.

Natürlich kann man nun nicht nur einem Spieler die Schuld an der Pleite geben, denn die Frankfurter spielten insgesamt nicht wirklich gut. Die Bochumer konnten die fehlende individuelle Klasse locker mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung egalisieren. Von den Frankfurtern kam nichts, was man unter der Woche gegen die Griechen noch sehen konnte. Selbst Martin Hinteregger, der sich immer voll reinhaut, passte sich seinem Umfeld an. Aktuell führen die Frankfurter die meisten Zweikämpfe in der Liga, haben aber gleichzeitig mit 46,3% die schlechteste Quote. Trainer Oliver Glasner nahm nach der Niederlage kein Blatt vor den Mund und sprach die Schwäche bei Zweikämpfen ganz deutlich an.

In den nächsten beiden Wochen gilt es nun, nicht schon früh in der Saison den Anschluss an das Mittelfeld zu verlieren. Den Hessen ist derzeit von Woche zu Woche alles zuzutrauen. Gegen Leipzig könnte es am kommenden Woche einen tollen Sieg, gleichzeitig aber auch eine echte Klatsche geben. In der folgenden Woche geht es gegen Fürth und damit schon gegen einen direkten Kampf im Keller der Liga. Eigentlich sind die Hessen personell zu stark, um unten zu spielen, allerdings ist es gut möglich, dass die Beteiligten die Situation etwas unterschätzen, was unter anderem schon Teams wie z.B. den Schalkern passiert ist. Fakt ist, dass man bisher Teams wie Augsburg (0:0), Bielefeld (1:1), Stuttgart (1:1), Köln (1:1), Hertha BSC (1:2) oder Bochum (0:2) nicht schlagen konnte, was sich dann natürlich in der Tabelle zeigt.

Die Kölner dürften dabei ebenfalls ein gutes, bzw. ein warnendes Beispiel sein, denn in der Saison 2017/18 spielte der FC in der Europa League, wurde in der Vorsaison unter anderem durch die 25 Tore von Modeste nach Europa geballert. Doch der Franzose ging, Jhon Cordoba funktionierte als Ersatz nicht gut und trotz der guten Auftritte ging es am Ende in die 2. Liga. Die Situation lässt sich natürlich nicht 1:1 mit den Frankfurtern vergleichen, allerdings hat man mit André Silva (28 Tore) ebenfalls den besten Angreifer der Vorsaison verloren. Bleibt nun abzuwarten, ob und wann sich die Frankfurter wieder richtig fangen werden, oder ob sie die gesamte Saison über um den Verbleib im Oberhaus bangen müssen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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