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Hoffenheim: Posch meldet Ambitionen an

Stefan Posch war lange etwas neben der Spur, allerdings konnte er sich jetzt mit einem starken Auftritt und seinem Treffer bei der TSG 1899 Hoffenheim wieder zurückmelden. Die Frage ist nun, ob er sich langfristig stabilisieren kann.

Nach dem Treffer merkte man schon beim Torjubel, dass Stefan Posch diese Situation nicht unbedingt gewohnt ist. Natürlich wollte er beim 5:0 gegen Köln seinen ersten Treffer in der Bundesliga gebührend feiern, doch als er sehr elegant auf den Knien über den Rasen rutschen wollte, ging der Jubel etwas in die Hose. Er rammte sein Knie zu tief in den Rasen, was seine Rutschpartie stark abbremste und so schlug er vorne über. Bei solch einer Aktion hat der eine oder andere sich auch schon mal eine Verletzung zugezogen, doch für Posch ist es noch einmal glimpflich ausgegangen.

In diesem Spiel war es aber seine einzige fragwürdige Aktion, denn ansonsten zeigte er eine rundum gute Leistung. Doch das ist auch sein Problem, denn der 24-jährige Verteidiger bringt nur zu selten über viele Wochen hinweg konstant gute Leistungen. Er kommt gerade wieder aus einem echten Leistungstief und versucht sich im Kader festzuspielen. Unter Trainer Sebastian Hoeneß war er eigentlich immer gesetzt, manchmal als Innenverteidiger, manchmal aber auch auf der rechten Seite, wenn man ihn dort brauchte. In den ersten vier Spielen der Saison stand er von Beginn an auf dem Feld, doch der Knacks kam beim 0:2 gegen die Mainzer, als er schon zur Halbzeit ausgewechselt wurde.

In der Folge kamen gleich drei Partien auf der Bank, bei denen er lediglich gegen Wolfsburg in den letzten 5 Minuten eingewechselt wurde. Gegen Köln bekam er dann wieder eine Chance, auch weil Chris Richards nach seiner USA-Länderspielreise noch nicht wieder bei 100% war. Kevin Vogt war ebenfalls nicht dabei und so war es Grillitsch, der sich aus einer Dreierkette heraus um den Spielaufbau kümmerte. Zumindest für das Spiel gegen Köln erwies sich diese Formation als absolut richtige Entscheidung des Trainers. Am kommenden Samstag geht es nun gegen die Bayern und natürlich wurde von Hoeneß noch nicht bestätigt, ob dieses System auch gegen den Rekordmeister zum Einsatz kommen wird. Durch die Verletzungen von Pavel Kaderabek (Sprunggelenk), für den Kevin Akpoguma auf die rechte Seite rückt, könnte Posch definitiv wieder eine Option sein.

Selbst in der Nationalmannschaft könnte es klappen, nachdem er bei der EM ohne Spielminute blieb. Gegen Dänemark stand er beim 0:1 über 90 Minuten auf dem Platz. Wenn er nun auch bei der TSG mehr Konstanz an den Tag legen kann, dürfte er auch bei der Nationalelf durchaus gesetzt sein.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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