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Frankfurt: Offensiv-Probleme

Bei den Frankfurtern läuft es vor allem in der Offensive noch nicht wirklich rund. Bis auf Filip Kostic konnte hier eigentlich niemand so wirklich überzeugen. Die neuen Angreifer Sam Lammers und Rafael Borré haben bisher beide erst einen Treffer markiert. Trainer Oliver Glasner ist gefragt. Mit welchem Personal will er nun das Spiel gegen die Hertha gewinnen?

Glasner muss sich ganz genau überlegen, was er mit seiner Offensive machen wird. Wenn er sich für das Spiel gegen Berlin auf zwei Spitzen festlegen, könnte die Wahl auf Goncalo Paciencia und Sam Lammers fallen. Rafael Borré war noch von Donnerstag auf Freitag für Kolumbien bei der WM-Quali gegen Ecuador aktiv und dürfte daher noch etwas müde sein. Der Neuzugang von River Plate ist zwar Stammspieler, dürfte aber aufgrund der Strapazen eher als Joker zum Einsatz kommen.

„Es ist eine Option, mit Sam und Goncalo zu spielen, aber es ist auch eine Möglichkeit, Ragnar Ache mit seinem Tempo und Tiefgang zu bringen“, so Glasner. Des Weiteren könnte Daichi Kamada um den Sturm herumspielen, es gäbe aber auch noch Jesper Lindström und Jens Petter Hauge. Beide sind aber wie auch Kamada einfach keine gelernten Stürmer. Letztendlich wird es vom System abhängen, wie die Frankfurter vorne agieren werden. In Ballbesitz könnte es auf ein 3-5-2 hinauslaufen. Bei einer Viererkette im 4-2-3-1 oder 4-4-2 könnten Hauge und Lindström den Vorzug vor Kamada erhalten.

Grundsätzlich haben die Frankfurter aber noch in allen Bereichen viel Luft nach oben, was auch dem Trainer nicht entgangen ist. Durch die vielen Spiele und die Länderspielpausen fehlen Glasner aber auch intensive Trainingszeiten mit seinem Stammkader. Er meint, dass es die Hessen bisher durchaus ordentlich gemacht haben. „Wir wissen, dass wir in vielen Bereichen noch Verbesserungspotenzial haben. So soll es auch sein, denn sonst wüsste ich eh nicht mehr, was ich tun sollte…“, so der Trainer, der weiß, dass die zahlreichen Neuzugänge sich auch erst einmal integrieren müssen. Es lässt sich kaum einschätzen, wie viel Potenzial tatsächlich noch im Kader steckt, was sich nun in den nächsten Monaten zeigen muss.

Das ganze lässt sich auch am Beispiel Lammers festmachen, der in der letzten Saison bei Atalanta Bergamo nicht viel Spielpraxis bekommen hat und dann auch noch von einer Schulterverletzung außer Gefecht gesetzt wurde. „Wenn man sich bei Sam das Kalenderjahr ansieht, stellt man fest, dass er ganz wenig gespielt hat. Es ist schwierig für ihn, aber er findet sich mit den Aufgaben immer besser zurecht. Er weiß auch, dass er noch deutlich Luft nach oben hat“, so der Trainer, der aber überzeugt vom Potenzial des 24-Jährigen ist: „Er hat schon gezeigt, dass er für uns Tore machen kann.“ Gegen Fenerbahce (1:1) und Wolfsburg (1:1) erzielte Lammers immerhin seine ersten Tore für Frankfurt. Weiterhin ist der gesamte Verein etwas zu abhängig von Kostiv, der mit zwei Toren und drei Vorlagen an über 60 Prozent der Frankfurter Tore direkt beteiligt ist. Schon in der letzten Saison waren es am Ende 30 Prozent.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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