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Leverkusen: Tahs neue Rolle

Am Wochenende steht das Spitzenspiel zwischen Leverkusen und den Bayern an. Vorab gab bereits Bayers Verteidiger Jonathan Tah eine Einschätzung über die Partie und vor allem über das neue Leverkusen. Gleichzeitig sprach er auch über seine Zukunft beim DFB unter Hansi Flick.

Jonathan Tah ist einer der Fußballer, denen man sehr gerne zuhört. Man merkt, dass er etwas im Kopf hat, sehr reflektiert argumentiert und dabei aber nicht versteckt, dass er über eine gehörige Portion Selbstbewusstsein verfügt. Er ist gerade einmal 25, dabei denkt man, dass der Verteidiger schon eine halbe Ewigkeit in der Bundesliga spielt. Mittlerweile hat er sich bei den Leverkusenern eine Rolle erarbeitet, die man als Leistungsträger bezeichnen kann und gleichzeitig gibt er sein Wissen bereits an die deutlich jüngeren Nachrücker weiter.

Dabei kommt er aus einem echten Loch, in dem seine Leistungen alles andere als gut waren. Damals machten sich auch Selbstzweifel bei ihm breit, durch die er überlegte, ob überhaupt noch alles einen Sinn hat. Es gipfelte darin, dass er nicht für die EURO mit der Nationalmannschaft nominiert wurde. Mittlerweile hat sich aber viel geändert. „Da will ich hin. Da gehöre ich hin. Aber ich respektiere alle Entscheidungen“, so Tah, der nun unter Flick neu durchstarten möchte. Dieser kann auch nicht übersehen, dass der Verteidiger sein Tief überwunden hat und wieder an alte Leistungen anknüpft, was unter anderem sein Notenschnitt von 2,86 beweist. Kontakt gab es mit dem neuen Bundestrainer aber noch nicht. Bei Bayer muss er gerade nach den Abgängen der beiden Benders mehr Verantwortung übernehmen, hat man mit Spielern wie Edmond Tapsoba (22), Odilon Kossounou (20), Piero Hincapié (19), Mitchel Bakker (21), Jeremy Frimpong (20) und Timothy Fosu-Mensah (23) doch sehr viele junge Spieler in den eigenen Reihen.

Tah sieht sich durchaus als Chef einer Rasselbande, was von seinem Trainer Gerardo Seoane bestätigt wird. „Der Trainer hat viel verändert“, so Tah: „Jeder muss Verantwortung übernehmen, für sich und für das Team.“ Die Fortschritte lassen diesen Schluss zu: „Wir sind erwachsener geworden, auch wenn wir insgesamt jünger sind. Diese Dynamik habe ich in den Jahren vorher nicht erlebt.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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