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Augsburg: Wut von Reuter und Weinzierl

Die Augsburger waren am Wochenende beim Abschied der Freiburger aus ihrem Dreisamtstadion zu Gast. Geschenke wollte man den Hausherren allerdings nicht machen, was dann aber doch passiert ist und alle Verantwortlichen mit offenem Mund dastehen lässt. Sowohl der Trainer als auch der Manager fanden nach dem Debakel sehr deutliche Worte.

Das letzte Spiel im Dreisamtstadion war für die Freiburger natürlich etwas ganz Besonderes und dementsprechend waren alle Akteure bis in die Haarspitzen motiviert, was man allerdings von einer Streich-Mannschaft immer behaupten kann. Dabei konnte man aber nicht erwarten, dass die Augsburger derart wenig dagegenhalten würden. Für eine Mannschaft, die gerne in der Bundesliga spielen möchte, ist das natürlich viel zu wenig. „Die erste Halbzeit war sicher das Schwächste, was ich bisher von unserer Mannschaft gesehen habe“, so Manager Stefan Reuter, der von seiner Mannschaft keinerlei Willen wahrnehmen konnte: „Wir müssen an die Grenzen gehen. Was Sprints angeht, das war nicht unser Gesicht. Das hatte mit dem Spiel vom FC Augsburg gar nichts zu tun. Wir sind ins Spiel gegangen wie bei einem Sommerkick. Das hat dazu geführt, dass Freiburg die Räume hatte, um uns deutlich zu schlagen. Das war extrem schlecht von uns. Sorry für die Leistung.“

Stürmer Florian Niederlechner hatte sich als ehemaliger Freiburger noch ganz besonders über die Partie gefreut, sprach dann aber nach der Partie sogar von Angsthasenfussball und wurde dabei noch deutlicher: „So hast du gegen keinen Gegner eine Chance. Sie haben uns taktisch sehr gut ausgeschaut. In der ersten Halbzeit hatten wir richtig Schwierigkeiten gegen den Ball, dann haben sie klasse“, so der Angreifer. Dabei konnten die Augsburger die letzten beiden Spiele in ihrem 3-3-2-2-System ohne Gegentor überstehen. Die Freiburger hingegen nutzten die Schwächen dieser Grundordnung gekonnt aus und kamen immer wieder auf der Zehnerposition durch gute Kombinationen durch. Als einziger Sechser konnte Niklas Dorsch hier kaum mithalten. Nach der Pause reagierte Trainer Weinzierl mit einer Umstellung auf 4-2-3-1, allerdings auch ohne großen Erfolg.  

Nach einer Schwäche im letzten Spiel kam bei den Freiburgern gleichzeitig auch die linke Seite mit  Christian Günter und Vincenzo Grifo wieder voll in Fahrt. „Glauben Sie es mir, das war die letzten Tage unser Thema, dass sie da stark sind, dass wir die Seite zubekommen müssen. Dafür brauchst du Kompaktheit, Aggressivität und entsprechende Aktivität. Die war nicht da“, bemängelte Weinzierl: „Die Art und Weise, gerade in der Anfangsphase, darf uns nicht mehr passieren.“ Eigentlich erwartete der Trainer, dass die Mannschaft nach dem 1:0 gegen Gladbach und damit nach dem ersten Saisonsieg ein neuer Schub verliehen wird, was allerdings eher ins Gegenteil gelaufen ist: „Das ist wieder ein gutes Beispiel und Beweis dafür, dass wir 110 Prozent brauchen. Mit 90 Prozent gewinnst du kein Bundesligaspiel, schon gar nicht hier in Freiburg. Es geht darum, dass jeder einzelne Spieler an sein Limit kommen muss. Wenn einer meint, dass es von alleine geht, ist er falsch gewickelt.“

Alle Augsburger dürften aktuell sehr enttäuscht sein. Die Frage ist nur, ob und wann man nun mit einer Reaktion rechnen kann. Für Manager Stefan Reuter ist das überhaupt keine Frage: „Wir müssen schon nächste Woche komplett anders auftreten.“ Fakt ist aber auch, dass es am Wochenende gegen die starken Dortmunder geht…

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