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Gladbach: Mut wird belohnt

Die Gladbacher haben dringend den zweiten Sieg in der Saison benötigt und um diesen zu erreichen, hat der Trainer den einen oder anderen Wechsel vorgenommen. Adi Hütter sollte Recht behalten, denn der Sieg über den BVB ist Balsam auf die Seele aller, die es mit den Fohlen halten.

Die meisten sind davon ausgegangen, dass sich Hütter gerade im zentralen Mittelfeld gegen die offensivstarken Dortmunder für eine sichere Variante entscheidet. So hätte er z.B. auf den zuletzt noch verletzten Kramer setzen können, der mit seiner Erfahrung immer eine gewisse Struktur ins Spiel bringen kann. Hütter allerdings war mutig, wechselte auch Florian Neuhaus aus und brachte stattdessen den jungen Kouadio Koné aufs Feld. Der Franzose, der Anfang des Jahres für 9 Millionen Euro vom FC Toulouse zu den Gladbachern kam aber direkt wieder an seinen alten Klub verliehen wurde, verletzte sich zwar direkte in den ersten Trainingstagen, konnte Hütter mit seinen Leistungen aber durchaus überzeugen.

Letzte Woche gehörte Koné gegen Augsburg das erste Mal zum Kader, gegen Dortmund sollte dann der erste Einsatz von Beginn an folgen. Der gerade einmal 20-Jährige war am Anfang etwas nervös, konnte das aber sehr schnell abschalten, nachdem er noch für eine Schwalbe mit der gelben Karte belegt wurde. Nach 73 Minuten musste er dann unter Krämpfen das Spiel verlassen. Hütter setzt gern auf junge Spieler, was auch die beiden gerade erst 18-jährigen Luca Netz und Joe Scally zeigen. „Mit diesen jungen Spielern, das ist sicher nicht selbstverständlich“, so Hütter: „Das war schon ein bisschen mutig.“ Der Mut entsteht natürlich auch dadurch, dass einige Verletzungen Hütter zu Wechseln zwingen, allerdings können gute Trainingsleistungen am Ende dann doch noch den Unterschied machen.

Etwas überraschend kam dann der Einsatz von Routinier Tony Jantschke, der in dieser Saison zwar immer mal wieder zum Kader gehörte, allerdings noch kein Spiel absolviert hat. Jantschke ist sehr verlässlich, was er auch gegen die Dortmunder wieder unter Beweis stellen konnte. Der 31-Jährige ist schon seit 2006 bei den Fohlen und hat nun auch die Aufgabe, den jungen Luca Netz auf der linken Seite mit der Erfahrung aus 200 Spielen in der Bundesliga zu unterstützen. „Mit seiner Erfahrung sollte er Luca natürlich auch ein bisschen coachen, auch das hat es sehr gut gemacht“, so Hütter. Mit dem Sieg gegen Dortmund haben die Gladbacher einen großen und wichtigen Schritt gemacht, allerdings ist der Start in die neue Saison natürlich immer noch nicht so, wie es sich die Fans und Verantwortlichen gewünscht hätten. Vor allem auf spielerische Ebene ist auch laut dem Trainer noch viel Luft nach oben. Viel Zeit zum verarbeiten bleibt nicht, denn schon am Samstag könnte man gegen den VfL Wolfsburg das nächste Ausrufezeichen setzen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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