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Dortmund: Gladbach vor der Brust

Für Marco Rose wird es die große Rückkehr und das schon nach so kurzer Zeit. Für den 45-Jährigen geht es mit den Dortmundern am Wochenende gegen die Gladbacher. Der Coach muss dabei alle Stimmen von außen ausblenden, lobte seinen ehemaligen Arbeitgeber bereits in gewohnter Manier und fokussiert sich nun auf die anstehende Aufgabe.

Ein dickes Fell kann für einen Trainer in der Bundesliga keineswegs verkehrt sein. Man steht immer unter Beobachtung und wenn die Mannschaft auf dem Rasen nicht wirklich liefert, fällt es schnell auf den Übungsleiter zurück. Marco Rose musste die öffentliche Angreifbarkeit spätestens im Frühjahr lernen, als sein Wechsel von den Gladbachern zu den Dortmundern bekannt gegeben wurde. Auch einige Wochen später haben sich die Fans der Fohlen davon noch nicht ganz erholt und feinden ihren ehemaligen Trainer an.

Man kann sich jetzt schon denken, dass es besonders für Rose kein freundlicher Empfang in Gladbach wird, wenn er dort am Samstag mit seinen Dortmundern auflaufen wird. Davon will sich der Trainer aber schon im Vorfeld nicht verrückt machen lassen. „Ich konzentriere mich auf das Wesentliche – und das ist das Spiel“, so der Fußballlehrer im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Topspiel am Wochenende: „Ich versuche die Geschichten, die daraus gemacht werden wollen, auszublenden. Damit fahre ich gut. Zumal es in Gladbach eine Menge Leute gibt, auf die ich mich echt freue.“ Die Dortmunder sind mit zuletzt vier Pflichtspielsiegen in Folge ganz gut in die neue Saison gestartet, was die Gladbacher nicht von sich behaupten können. Mit nur 4 Punkten aus den ersten 5 Spielen stehen die Fohlen schon gehörig unter Druck und mit dem neuen Trainer Adi Hütter auf Rang 16 in der Tabelle.

„Ich erwarte eine Mannschaft, die ich gut kenne, die Qualität hat und die an einem guten Tag in der Lage dazu ist, jeden Gegner in der Liga zu schlagen“, so der gebürtige Leipziger: „Sie hatten einen schwierigen Start, aber ich kenne die Jungs, die werden alles daransetzen, dieses besondere Spiel gegen einen starken Gegner zu gewinnen.“ Rosen sieht kein großes Problem für die Gladbacher Zukunft, die mit ihrem Trainer einen erfahrenen Mann an die Seitenlinie gestellt haben: „Adi wird mit seiner grundsätzlich positiven Art schnell die Kurve kriegen. Dafür sind die Jungs zu gut.“ Natürlich will er mit dem BVB dennoch die drei Punkte am Samstag einfahren. Bei den Dortmundern wird vor allem in der Abwehr auch noch nicht alles richtig gemacht, insgesamt sind die Schwarz-Gelben aber auf einem guten Weg, was sie auch beim 4:2 über Union bewiesen haben, als sie gegen Ende noch eine Schippe drauflegen konnten. „Das haben nach dem Spiel gegen Union nicht nur Michael Zorc und die Trainer so wahrgenommen, sondern auch die Spieler. Das ist eine Frage der Spielaktivität. Denn wenn du in dieser Liga auch nur ein Fünkchen nachlässt, dann kannst du sofort jede Mannschaft Probleme bekommen“, so Rose.  

Dass der Start nun im Endeffekt trotz der Pleite gegen Freiburg noch positiv verlaufen ist, gibt dem neuen Trainer ein sehr gutes Gefühl wie er nun in der Pressekonferenz verraten hat. „Wir alle wissen, dass die Konstellation hier nicht ohne war“, so Rose, der damit auf seinen Vorgänger Edin Terzic anspielt, den viele gerne weiter als Trainer gesehen hätten, der nun aber als Technischer Direktor für den BVB arbeitet: „Wir beide haben das hervorragend gemeistert bislang, wenn man sieht, wie die Grundstimmung ist. Das war daher nie ein Thema – aber es hätte eins werden können, wenn die Ergebnisse nicht so gewesen wären, wie sie waren.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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