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Wolfsburg: Präger wird 50

1997 schafften die Wolfsburger ohne große Namen den Aufstieg in die Bundesliga. Seitdem ist der VfL nicht mehr abgestiegen und feiert damit fast 25 Jahre Zugehörigkeit zur Liga. Nun feiert ein Spieler einen runden Geburtstag, der damals großen Anteil am Erfolg der Niedersachsen hatte.

Die Gratulationen waren zahlreich und er nahem sie auch sehr gerne an. Die Rede ist dabei von Roy Präger, der aber an seinem heutigen 50. Geburtstag keine große Sause schmeißen wird. „Man wird ja nur einmal 50. Ich werde am Abend mit meiner Familie etwas Schönes machen. Wir haben halt immer noch die Pandemie“, so der ehemalige Stürmer des VfL, der die Party dann aber zu gegebener Zeit nachholen möchte. Mit ihm als Aushängeschild begann für die Wolfsburger vor 25 Jahren das Märchen in der Bundesliga. Und schon vorher machte er auf sich aufmerksam. „Wir waren 1995/96 fast aus der 2. Liga abgestiegen, dann stiegen wir 1997 auf, ohne auf unserem Weg so viele Schulterklopfer zu haben. Alle haben nur gesagt: Macht einfach weiter! Vielleicht war das auch ein bisschen unser Erfolgsgeheimnis“, so Präger rückblickend.

Damals gab es noch keine VW-Millionen und dennoch gelang unter Trainer Willi Reimann der große Coup mit geringen Mitteln. Unter anderem waren es die local Heros, wie z.B. Holger Ballwanz, Detlev Dammeier oder Matthias Stammann, die den Erfolg garantierten und zusammen mit den anderen eine tolle Truppe bildeten: „Auch als Verein haben wir alle zusammengestanden. Wir hatten damals eine wunderschöne Zeit. Alles war noch ein bisschen einfacher. Die Zuschauer kamen mit Plastikboxen und Styroporblöcken ins Stadion und stellten sich darauf, um uns besser sehen zu können“, so Präger über die damaligen Verhältnisse: „Der Rasen war damals auch ganz okay, aber längst nicht so gut wie jetzt. Wir hatten eine einfache Zeit, ohne viel Medienrummel. Wir konnten uns auf uns konzentrieren.“

Mit einigen Kumpels von früher kickt Präger heute noch in der VfL-Traditionsmannschaft. Immerhin legten diese Jungs den Grundstein für die spätere Meisterschaft, den Pokalsieg oder auch die Teilnahme an der Champions League. Präger war unter anderem von 1999 bis 2002 auch für den HSV unterwegs, machte aber 90 seiner insgesamt 173 Spiele in der Bundesliga für den VfL. Ebenso markierte er 24 von 42 Toren für die Wölfe. „Der VfL ist ein Verein aus einer Arbeiterstadt, ich bin damals ein Arbeiter gewesen. Das hat einfach gepasst. Der VfL und ich – wir haben uns gefunden“, so der Goalgetter. Präger kam nach der Wiedervereinigung von Stahl Brandenburg über Fortuna Köln 1995 zu den Niedersachsen und freut sich seither, welche tolle Entwicklung der Verein bis heute genommen hat: „Wir haben jetzt eine tolle Mannschaft, ein tolles Stadion, tolle Zuschauer. Wir haben eine gute Infrastruktur und alles, was wir brauchen“, so der Stürmer.

So haben Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer in schwierigen Phasen gute Entscheidungen getroffen und auch Spieler wie Maxi Arnold haben durch ihre Konstanz ohne große Allüren dieses Team geprägt. Präger hängt am VfL, was natürlich auch seine verschiedenen Stationen nach der aktiven Karriere belegen. „Nicht nur wir von damals, sondern auch die Zuschauer heute erkennen sich wieder in diesem jungen, erfrischenden Team. Es wird hier über Jahre etwas aufgebaut, und damit können sich die Leute identifizieren“, so Präger.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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