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Leverkusen: Demirbay blüht auf

Kerem Demirbay scheint unter dem neuen Trainer Gerardo Seoane in Leverkusen erstmalig so richtig aufzublühen. Der neue Coach lobte den Mittelfeldspieler ausführlich und das vor allem für seine vermehrte Defensivarbeit, vor der er sich früher auch mal gerne gedrückt hat.

Für das kommende Spiel gegen Mainz muss Leverkusens Trainer Gerardo Seoane wieder etwas umbauen. Zum dritten Mal in Folge muss die Doppelsechs geändert werden. In den letzten beiden Spielen musste er das auch Zwang, doch nun hat er wieder ein paar Optionen mehr im Kader. Robert Andrich fehlt aufgrund seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen Stuttgart, Exequiel Palacios hat sich am Sprunggelenk verletzt und Julian Baumgartlinger zählt nach seiner Knie-OP zu den Langzeitverletzten. Gut für Leverkusen, dass sie mit Charles Aranguiz und Kerem Demirbay noch ein erstklassiges Duo für die Doppelsechs im Kader haben.

Unter dem neuen Trainer konnte das Duo wieder zu alter Stärke finden und vor allem Demirbay zeigt wieder sehr gute Leistungen. „Er hat in der Anfangsphase der Mannschaft sehr viel gegeben. Ich schätze ihn als einen sehr guten Spieler: technisch gut, Spielübersicht. Was er jetzt einfach noch draufgepackt hat, ist diese Arbeit für das Team. Viele Zweikämpfe für das Team, viel Defensivarbeit“, so der Schweizer über den Kreativspieler: „Kerem ist wie alle anderen Spieler – man muss sich mit ihnen befassen. Jeder hat irgendwo einen Rucksack, gewisse Gefühle. Ich versuche meinen Spielern Vertrauen zu geben, unabhängig davon, ob sie spielen oder nicht.“

Dabei sieht Seoane seinen Anteil nicht im Vordergrund, sondern nutzt lieber die Gelegenheit, den mittlerweile 28-Järhigen ausführlich zu loben: „Aber das ist auch der Spieler, der sich öffnet und sich engagieren muss. Kerem hat bislang viele Spiele gespielt, darum hat er in Stuttgart auch nicht begonnen. Wir wollten etwas Frische reinbringen. Auch das hat mir gefallen, wie er da reagiert hat. Er war sofort bereit, als er reingekommen ist. Das ist auch ein Zeichen von Stärke, dass er sich in den Dienst der Mannschaft stellt“, so der Coach, der offenbar beim Mittelfeldspieler nach zwei eher unscheinbaren Jahren die richtigen Worte gefunden hat: „Bei jedem drückt irgendwo der Schuh. Es gibt ja niemanden, der gar nichts hat. Da muss ich sehen, welche Taste ich drücken muss, um den Spieler zu befreien, dass er frei aufspielt, dass er keine Angst hat, wenn er am Ball ist, dass er sich nicht zurücknimmt. Das ist das Ziel bei jedem Spieler“, so der Trainer: „Das kann ich nicht sagen. Dieser Job hört ja nicht auf. Das ist die ständige Arbeit des Trainers. Die ist aber nicht erledigt, wenn einer einmal gut spielt. Da steht noch viel mehr Arbeit dahinter.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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