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Frankfurt: Kader für Europa steht

Die Frankfurter konnten am heutigen Freitag dann noch rechtzeitig ihren Kader für die Teilnahme an der Europa League melden. Trainer Oliver Glasner hat dabei ganz bewusst auf einen der Leistungsträger der vergangenen Jahre verzichtet. Die Rede ist dabei von Amin Younes, der zunächst mit seinen extremen Gehaltsforderungen einen Wechsel zu Al Shabab forcieren wollte, damit aber jetzt gescheitert ist.

25 Spieler dürfen die Hessen auf die A-Liste stellen. Dabei müssen mindestens 8 dieser Spieler im eigenen Verband ausgebildet worden sein. Bei den Frankfurtern trifft das unter anderem auf Keeper Kevin Trapp zu, der beim 1. FC Kaiserslautern seine Ausbildung genossen hat. Es gibt aber noch weitere Kriterien, wie sich der letztendliche Kader zusammensetzen muss. Mindestens vier Profis müssen vom jeweiligen Klub ausgebildet worden sein: „Ein vom Verein ausgebildeter Spieler ist ein Spieler, der – unabhängig von Staatsangehörigkeit und Alter – zwischen seinem 15. (oder dem Beginn der Spielzeit, in der er seinen 15. Geburtstag begangen hat) und seinem 21. Geburtstag (oder dem Ende der Spielzeit, in der er seinen 21. Geburtstag begangen hat) für drei vollständige Spielzeiten (d.h. den Zeitraum vom ersten bis zum letzten offiziellen Meisterschaftsspiel des betreffenden Landes), gleich, ob aufeinanderfolgend oder nicht, oder über einen Zeitraum von 36 Monaten bei seinem aktuellen Verein registriert war“, so die offizielle Meldung der UEFA.  

Bei den Hessen trifft das auf Timothy Chandler, Aymen Barkok und – überraschend – auch auf Evan Ndicka zu. Der Franzose kam 2018 aus Auxerre als Profi zur Eintracht, feierte aber erst kürzlich seinen 22. Geburtstag und fällt daher noch in diese Regelung. Gute Nachrichten für die Hessen, denn dadurch konnten sie noch einen Spieler mehr nominieren, denn die Liste umfasst nun 24 Spieler statt 23. Nicht gereicht hat es neben ein paar Talenten wie Fabio Blanco – Stürmer und Olympia-Teilnehmer Ragnar Ache auch nicht für den dritten Torhüter Jens Grahl. Statt Grahl wird ein Keeper aus der Jugend nominiert, der durch sein Alter etc. auf der B-Liste gesetzt sein wird. Somit können die Hessen noch einen Feldspieler mehr auf die A-Liste setzen.

„Jeder Verein muss mindestens zwei Torhüter auf seiner Liste A haben und mindestens drei insgesamt (Liste A und Liste B zusammen)“, so der Wortlaut im „Reglement der UEFA Europa League“ unter Artikel 45. In Artikel 46 wird ergänzt: „Stehen einem Verein wegen langwieriger Verletzung oder Krankheit nicht mindestens zwei Torhüter aus seiner Liste A zur Verfügung, darf der Verein den ausgefallenen Torhüter vorübergehend ersetzen. Die Nachmeldung des neuen Torhüters anhand der offiziellen Anmeldeunterlagen (Liste A) kann zu einem beliebigen Zeitpunkt der Saison erfolgen.“ Sollte also Trapp oder Ersatzmann Diant Ramaj sich verletzen und länger ausfallen, könnte man Grahl ganz einfach nachträglich nominieren.

Etwas überraschend schaffte es Almamy Toure ins Aufgebot der Adler. Wegen einer Sehnenverletzung verpasste der 25-Jährige seit März die meiste Zeit, zudem hat man mit Danny da Costa, Erik Durm und Chandler bereits drei weitere Rechtsverteidiger im Kader. Toures Vorteil ist jedoch, dass er auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Er muss allerdings noch mehr Konstanz in sein Spiel bringen. Zuletzt zeigte er unter Adi Hütter eher schwankende Leistungen und zu viele individuelle Patzer. Gut möglich, dass er nun von der Umstellung auf eine Viererkette profitiert. Da man mit Kostic noch einen streikenden Profi in den eigenen Reihen hat, ist eine weitere Alternative natürlich nicht verkehrt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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