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Gladbach: Beyers nächster Anlauf

Als gerade einmal 18-Jähriger konnte er sich über seinen Start in die Bundesliga-Karriere nicht beschweren. Louis Jordan Bayer hat den Durchbruch bei der Borussia aber noch nicht endgültig geschafft und nimmt nun einen weiteren Anlauf.

In der Saison 2018/19 stand Beyer gleich am ersten Spieltag beim 2:0 über Leverkusen in der Startformation. In seiner ersten Saison brachte er es dabei immerhin auf 10 Einsätze, der endgültige Durchbruch sprang aber nicht dabei heraus. Der Verteidiger musste in der Zwischenzeit einige Rückschläge hinnehmen, vertraut nun aber voll und ganz auf den Trainerwechsel bei den Fohlen. Seit dem 3. April durfte er dann am vergangenen Sonntag endlich mal wieder von Beginn an ran.

Anstelle von Nationalverteidiger Matthias Ginter, der sich mit Corona infiziert hat, stand Beyer gegen Union Berlin in der Startformation. Insgesamt machte er seine Sache in der Innenverteidigung sehr gut, allerdings mit einem einzigen Makel, denn ein Fehlpass leitete den Führungstreffer der Berliner ein. „Keine Schelte von meiner Seite“, so Trainer Adi Hütter: „Er hat nach dem Fehler wieder gut ins Spiel gefunden und insgesamt eine sehr ordentliche Partie gespielt.“ Nach schwankenden Leistungen in den letzten Jahren will sich der Youngster nun neu empfehlen. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes für diesen Verein zu spielen. Diese Bindung ist extrem stark“, so der Verteidiger, dessen größter Wunsch es ist, bei den Gladbachern zu einem gestandenen Bundesligaspieler zu werden.

Er stand schon öfter kurz davor, doch dann kam etwas dazwischen, was seiner Karriere immer wieder kleine Knicks gab. In der letzten Saison konnte er nur vier Spiele bestreiten, unter anderem auch wegen einer Corona-Infektion. „Das lief für mich wirklich nicht gut“, so der Verteidiger. In erster Linie hatte er sich zuvor durch seine Zeit beim Hamburger SV in den Vordergrund gespielt, denn die regelmäßige Spielpraxis tat dem Talent sichtlich gut. Unter Trainer Marco Rose blieb er bei den Fohlen blass, auch weil die Stammformation in der Viererkette nur in Ausnahmefällen geändert wurde. Eigentlich wollte sich Beyer wieder ausleihen lassen, was Rose allerdings nicht wollte.

„Wenn ein neuer Trainer kommt, werden die Karten neu gemischt“, sagte der mittlerweile 21-Jährige vor Saisonbeginn: „Natürlich wurden auch Gespräche geführt, mit Max Eberl und dem Trainer. Mein Gefühl ist gut, ich will es bei der Borussia noch einmal probieren.“ Gegen Berlin durfte er als Alternative in der Innenverteidigung ran, da Stefan Lainer verletzt fehlte. Das könnte auch bewirken, dass er als Rechtsverteidiger zum Einsatz kommen wird. „Ich habe schon den Eindruck, dass ich in dieser Saison eine realistische Chance bekommen werde“, so Beyer.

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