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Hoffenheim: Raums steiler Aufstieg

Diese 9 Monate hatten es in sich. David Raum hat es geschafft, in nicht einmal einem Jahr von seinem Debüt in der U21, über den EM-Titel bis hin zur einer Nominierung für das A-Team zu kommen. „Ich kann es selber noch nicht richtig fassen“, so der Youngster selbst, für den damit ein Traum in Erfüllung gehen dürfte.

 Dass der Fußball ein schnelllebiges Geschäft ist, dürfte den meisten natürlich klar sein. Wie zutreffend diese Floskel manchmal ist, zeigt sich nun im Fall von David Raum und dessen Entwicklung. Vor gerade einmal 9 Monaten debütierte der Fürther für die U21, nachdem er vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult wurde. Bei der EM durfte er ebenfalls ran und holte dort mit den Nachwuchs-Kollegen den Pokal.

Zwischenzeitlich hat er dann mit Greuther Fürth den Aufstieg in die Bundesliga geschafft, machte aber mit seinem Wechsel zur TSG 1899 Hoffenheim den nächsten Schritt in seiner Karriere. Mit 23 Jahren erfüllte er sich dann auch noch den Traum von Olympia in diesem Sommer. Dass er nun für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde, dürfte das gesamte Jahr noch einmal toppen. „Für mich ist das noch ein bisschen surreal, ich kann es selber noch nicht richtig fassen“, so Raum nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Dortmund, „eine Wahnsinns-Nachricht für mich, ich habe mich mega gefreut. Es ist eine große Auszeichnung für mich, die mir Rückenwind geben kann.“

Bei den Hoffenheimern hat er es auch direkt in die Startformation geschafft, machte gegen den BVB viel Druck über die linke Seite. „Es ist bitter, wenn man ein Spiel so in letzter Sekunde verliert, ist die Enttäuschung groß, da war mehr drin“, so Raum, „das Spiel kann in beide Richtungen kippen. Aber wir haben ein Topspiel gegen ein Topteam abgeliefert, das müssen wir mitnehmen und können erhobenen Hauptes rausgehen.“ Dabei hatte er aber durchaus auch einen Anteil an der Niederlage, denn ein zu kurzer Kopfball landete direkt bei Jude Bellingham, der den BVB mit 2:1 in Führung bringen konnte. „Er ist sehr demütig und aufgeräumt. Ein ganz feiner Junge“, so sein neuer Coach Sebastian Hoeneß, „ein Spieler, der immer hundert Prozent gibt, der sofort voll integriert wurde aufgrund seiner Art. Ich bin richtig froh, dass wir ihn für uns gewinnen konnten.“

Auch wenn Raum nun bald ein Nationalspieler sein wird, befindet er sich natürlich weiterhin in einer starken Entwicklungsphase, in der er noch viel lernen muss. „Ich bin neu in Hoffenheim, muss mich an neue Abläufe gewöhnen und will mich immer weiter verbessern“, so Raum, „wir werden auch das Dortmundspiel  analysieren und die Fehler aufarbeiten.“ Jetzt freut er sich allerdings zunächst einmal auf die Länderspielpause, in der er sich ein Debüt in der A-Nationalmannschaft erhofft.  

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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