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Leverkusen: Königstransfer vor Ort

Nach über zwei Jahren unter Peter Bosz hat nun Gerardo Seoane bei den Leverkusenern das Sagen. Die Vorbereitung läuft allerdings bisher nicht nach dem Geschmack des Trainers. Mit Odilon Kossounou hat man zwar einen Königstransfer landen können, der aber ebenfalls noch die Automatismen einstudieren muss.

Rund 26 Millionen Euro hat Leverkusen an den FC Brügge überwiesen. Mit Boni könnte sich die Summe für Odilon Kossounou noch auf bis zu 30 Millionen Euro erhöhen. Gleich bei seinem Debüt konnte der 20-jährige Innenverteidiger aber zeigen, dass man mit ihm planen kann. „Individuell hat er das gezeigt, was wir erwarten. Zweikampfstärke, Dynamik, aber es fehlt die Bindung zu den Mitspielern. Er hat ein Training mitgemacht. Wenn jemand neu dazu kommt, braucht das ein bisschen Zeit“, so Seoane nach der 1:5-Niederlage gegen den FC Utrecht. Nach 90 Minuten stand es allerdings  erst 1:2 gestanden. In den dritten 45 Minuten brachte der Trainer einige Jugendspieler aufs Feld und kassierte dann natürlich noch den einen oder anderen Gegentreffer.

Kossounous Probleme stehen gleichzeitig auch sinnbildlich für die des Trainers, denn beide brauchen eigentlich noch etwas mehr Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. „Es gab ein, zwei Szenen, in denen Odilon an einem Ort war, wo er nicht sein musste. Das gehört dazu. Jeder Trainer will auf eine andere Weise verteidigen. Wir müssen das jetzt mit ihm aufarbeiten und nachholen, was wir mit den anderen schon angeschaut haben“, so Seoane. Fakt ist, dass man am Samstag noch gegen RW Oberhausen testet, bevor dann schon das erste Pflichtspiel im Pokal ansteht. Selbst das Trainingslager konnte aufgrund von Starkregen nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Hinzu kam nun noch die schwere Chemie-Explosion in der Nähe der Bay-Arena, sodass man nicht im Freien trainieren konnte.

„Es war eine veränderte Woche durch den Vorfall am Dienstag. Wir haben am Vormittag noch trainiert. Was die Leistung betrifft, kann ich keine 100-prozentigen Rückschlüsse ziehen. Trotzdem gab es viele Dinge, die wir bewerten können. Es gab auch viele Dinge, die nicht so gut waren“, so der Coach, der von seiner Mannschaft viel mehr erwartet, die bisherige Vorbereitung aber auch gut einordnen kann: „Die erste Viertelstunde von uns war gar nicht gut, überhaupt nicht präsent in den Zweikämpfen, zu langsam mit dem Ball, total überfordert mit dem Tempo von Utrecht. Das wurde dann besser, etwas mehr Struktur im Spiel, auch einige Torchancen.“ Grundsätzlich hofft er nun, dass am Samstag mit Charles Aranguiz und Patrik Schick zwei Leistungsträger wieder mit dabei sein können. Copa-Teilnehmer Exequiel Palacios kommt erst am Wochenende zurück, während es bei den Olympia-Teilnehmern Nadiem Amiri und Paulinho sogar noch später wird. Hinzu kommen noch mögliche Transfers wie z.B. bei Leon Bailey, der mit einem Wechsel nach England in Verbindung gebracht wird.

„Für den Trainer ist es unangenehm, für die Mannschaft ist es etwas unruhig, Wenn man neu dazukommt, hat man eigentlich das Gefühl: So, in den nächsten vier, fünf Wochen arbeitest du viele Sachen auf. Es ist eine holprige Vorbereitung. Das darf man so sagen“, so der 42-Jährige, „aber wir müssen nicht jammern, sondern Lösungen suchen. Auf dem Weg befinden wir uns. Aber es gibt sicher einfachere Starts.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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