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Wolfsburg: Van Bommels Aufgabe

Der VfL Wolfsburg hat in der aktuellen Vorbereitung noch deutliche Probleme, richtig in Fahrt zu kommen. Kein Wunder, aber auch nicht so offensichtlich, wie es sich vielleicht für viele darstellt. Trainer Mark van Bommel hat eine schwere Aufgabe vor der Brust. Am Wochenende geht es nun in den zweiten Teil der Vorbereitung. Gut möglich, dass dann auch schon Lukas Nmecha mit von der Partie ist.

Dass van Bommel am Anfang ein paar Probleme haben wird, war eigentlich absehbar. „Es ist eine schwierige Vorbereitung“, so der Niederländer selbst nach der zweiten Niederlage im dritten Testspiel beim 0:1 gegen Holstein Kiel. Aktuell sind noch vier Youngster mit von der Partie, weil einige EM-Fahrer noch nicht wieder vor Ort sind. Hinzu kommen noch die Ausfälle von Ridle Baku, Omar Marmoush (beide muskuläre Probleme) und Neuzugang Aster Vranckx (Wadenprobleme).

Van Bommel muss mehr improvisieren als ihm lieb ist und gleichzeitig danach schauen, dass die Kicker alle auf ein Level kommen, mit dem man gut in die Liga, in den Pokal und vor allem auch in die Champions League starten kann. Seine ganz eigene Spielidee muss er in kurzer Zeit auf die Mannschaft übertragen, was natürlich seine Zeit dauert. Offensivspieler Maximilian Philipp kann schon jetzt einen großen Unterschied zu Vorgänger Glasner erkennen, der eher Fan von Umschaltspiel war. „Unter ihm haben wir sehr häufig den Spielaufbau über die Außenverteidiger gemacht, hatten viele Tiefenläufe, haben schnell nach vorne gespielt“, so Philipp, der bestätigte, dass von Bommel ehre viel Ballbesitz und kurzes Passspiel haben möchte.

In den Testspielen konnte man davon noch nicht viel sehen. Gegen Kiel hatte der VfL nicht eine wirkliche Chance vor des Gegners Tor, was natürlich nicht schön ist, gleichzeitig die Verantwortlichen beim VfL aber auch noch nicht zu sehr verunsichert. Fakt ist, dass Spieler wie Yannick Gerhardt, Joao Victor und Daniel Ginczek eigentlich die Chance nutzen müssten, in der Abwesenheit von Maximilian Arnold, Xaver Schlager, Wout Weghorst oder Baku zu glänzen, was bisher aber noch nicht gelang. Nach dem nächsten Testspiel gegen Olympique Lyon am Wochenende geht es dann zum Trainingslager in Österreich. Damit leitet van Bommel die zweite Phase seiner Vorbereitung ein. Die Fragezeichen bleiben dabei aber bestehen. „Wann kommen die Jungs zurück, wie kommen die Jungs zurück, kommen noch neue Spieler, gehen noch Spieler weg? Es ist unsicher jetzt. Aber damit müssen wir umgehen“, so der 44-Jährige.

Es ist schon klar, dass die Wolfsburger noch den einen oder anderen Spieler holen werden. Lukas Nmecha könnte der nächste werden. Mit dessen Verein Manchester City sind die Ablöseverhandlungen weit fortgeschritten, mit dem Stürmer selbst ist bereits alles geklärt. Dass insgesamt noch nicht viel auf dem Markt passiert ist, ärgert auch den Trainer. „Es passiert fast gar nichts. Ich muss entspannt bleiben, man kann es eh nicht ändern. Es ist fast gar keine Bewegung. Aber das ist nicht mein Thema, das ist ein Thema für Jörg und Marcel“, so van Bommel, der dabei aber auch auf die sportliche Führung rund um Schmadtke und Schäfer vertraut: „Sie wissen ganz genau, was wirtschaftlich geht und wo wir uns verstärken müssen. Und wie und wann wir das hinkriegen. Das ist heutzutage nicht so einfach. So spät, während der Saison, eigentlich komisch. Aber darüber reden wir schon zehn Jahre.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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