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Stuttgart: Bleibt Kempf?

Die Personalie Marc Oliver Kempf ist bei den Stuttgartern immer wieder in aller Munde. Aktuell stellt sich die Frage, ob er beim VfB bleibt oder den Verein doch noch ein Jahr vor seinem Vertragsende verlassen wird. Sportdirektor Sven Mislintat bleibt zumindest nach außen hin sehr gelassen, unter anderem auch, weil einer seiner Neuzugänge sich sehr gut zu entwickeln scheint.

Ein Angebot zur Verlängerung seines 2022 auslaufenden Vertrags hat Kempf schon im Frühjahr abgelehnt. Er hatte bis Ende Mai noch eine Ausstiegsklausel, die aber nicht gezogen wurde. Es könnte dennoch sein, dass der Verteidiger die Stuttgarter noch in diesem Sommer verlässt. Wie bei Torjäger Sasa Kalajdzic will Mislintat auch bei Kempf keine Frist setzen: „Eine Deadline nutzt sowieso nichts, dann kommt einer mit einem Hammer-Angebot und du siehst nur schlecht aus“, so der Sportdirektor, der sich selbst und den Verein aber in einer sehr guten Position sieht:  „Wir sind vorbereitet.“ Mittlerweile gibt es mit Clinton Mola und Hiroki Ito gleich zwei Alternativen im Kader: „Die zwei waren letztes Jahr nicht auf dem Zettel. Das sind gute Linksfüßer mit guter Physis. Da sind wir ziemlich entspannt.“

Zum anderen betont Mislintat, dass man mit den Verkäufen von Gregor Kobel und Nicolas Gonzalez schon gut 38 Millionen Euro in die Kassen gespielt hat, sodass man sich nicht in der Lage sieht, unbedingt noch weitere Spieler verkaufen zu müssen. „Wir müssen nicht abgeben. Wir können es uns erlauben, den Vertrag von Kempf auslaufen zu lassen“, so der Verantwortliche. Dennoch ist natürlich klar, dass ein ablösefreier Abgang von Kempf im kommenden Sommer nicht die allerbeste Lösung wäre. Beim Test gegen Darmstadt am vergangenen Mittwoch stand der Verteidiger eine Halbzeit auf dem Platz. Nach der Pause konnten Mola und Ito einen guten Eindruck hinterlassen. Gerade der Japaner, der aktuell von Jubilo Iwata ausgeliehen ist, zeigte sich in guter Form. Er bleibt daher auch noch weiter bei den Profis und darf mit ins Trainingslager reisen.

„Er hat es gut gemacht. Deshalb habe ich ihn gebeten, bis zum Ende des Trainingslagers bei uns zu bleiben“, so Trainer Pellegrino Matarazzo. Danach will man dann entscheiden, ob der 22-Jährige dauerhaft bei den Profis bleibt, oder zunächst in der zweiten Mannschaft agieren wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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