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Köln: Mit dem Rücken zur Wand

Die Kölner stehen mit dem Rücken zur Wand. Nachdem man eigentlich positiv in die Relegation gestartet ist, muss man nach dem 0:1 gegen Kiel im Rückspiel aufs Gas drücken. So ist wohl auch schon beschlossene Sache, dass Trainer Friedhelm Funkel gegen die Kieler seine Startelf verändern wird, wenn es am Samstag auswärts zur Sache geht.

Es ist für die Kölner genau die Situation eingetroffen, die man vermeiden wollte. Im Heimspiel konnte man nicht nur das Spiel nicht gewinnen, sondern musste auch dabei zusehen, wie die Kieler das optimale Ergebnis eingefahren und mit 1:0 als Sieger vom Platz gingen. Dabei waren die Kölner freilich die bessere Mannschaft, doch eiskalte und am Ende gut verteidigende Kieler behielten die Oberhand. Letztendlich war auch ein bisschen Glück dabei, vor allem beim Treffer zum 1:0, doch danach fragt bei Holstein nach der Partie sicherlich niemand mehr, wenn es am Ende zum Aufstieg reichen sollte.

Fakt ist, dass die Kölner vor allem nach dem Rückstand nicht mehr viel Moral gezeigt haben und das wird auch Trainer Friedhelm Funkel nicht gefallen. Dennoch wollen die Geißböcke nun nach der knappen Niederlage natürlich nicht den Mut verlieren. „Es ist erst eine Halbzeit gespielt. Wir können das noch drehen“, so der Coach. Es ist allerdings auch bekannt, dass die Kieler gerade in dieser Saison für Bundesligisten besonders unangenehm sein können. Vor allem gegen Mannschaften wie Köln, die es nicht gewohnt sind, dass sie selbst das Spiel machen müssen.

Doch was kann der FC anders machen? Am Samstag wird wohl Sebastian Andersson von Beginn an spielen, insofern ihm sein angeschlagenes Knie keinen Strich durch die Rechnung macht. Auch Florian Kainz könnte von Anfang an auf dem linken Flügel agieren und für etwas mehr Tempo sorgen. Ellyes Skhiri war am Mittwoch noch einer der wenigen Lichtblicke beim FC, könnte am Samstag aber alleine die 6 übernehmen, um Jonas Hector ein paar mehr Optionen für die Offensive einzuräumen. Von hinten heraus müssen die Kölner mit etwas mehr Tempo agieren. Dafür könnten auf den Positionen der Außenverteidiger Einsätze von Kingsley Ehizibue (rechts) und Ismail Jakobs sprechen, allerdings haben beide so ihre Probleme mit dem Abwehrverhalten, was den konterstarken Kielern entgegenkommen würde. Der FC muss eine gesunde Mischung finden, doch schon jetzt steht fest, dass man auf jeden Fall treffen muss, wenn es mit dem Klassenerhalt noch hinhauen soll.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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