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Wolfsburg: Ziel erreicht

Die Wolfsburger qualifizieren sich immer in einem Rhythmus von sechs Jahren für die Champions League. Nach 2009 und 2015 ist es nun also 2021 wieder einmal soweit. Durch das 2:2 gegen RB Leipzig am Wochenende konnte der Einzug in die Königsklasse dann endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. Innerhalb von nur drei Jahren konnte Geschäftsführer Jörg Schmadtke die Wölfe von einem Abstiegskandidaten zu einem Topteam formen.

Im Juli vergangenen Jahres sprach Schmadtke von der Champions League. „Platz 7 sollte für uns der unterste Maßstab sein, schlechter sollten wir nicht werden“, so der Manager, der sich nun darüber freuen darf, dass man den 7. Platz aus dem Vorjahr noch einmal deutlich toppen konnte. 10-15 Punkte mehr wollte man holen. „Das sind die Gefilde, in denen du über die Champions League redest“, betonte Schmadtke.

Derzeit haben die Niedersachsen 61 Punkte auf dem Konto und haben damit die Champions League im Sack. „Wir haben unsere Erwartungen übertroffen“, so Schmadtke, der es schon fast gewohnt sein dürfte, dass er mit seinen Mannschaften leicht über das Ziel hinaus schießt. Immerhin hat er mit der Alemania aus Aachen über den DFB-Pokal den UEFA-Cup erreicht und mit Hannover 96 sowie dem 1. FC Köln die Europa League geschafft. Doch auch für ihn selbst ist die Teilnahme an der Champions League nun der größte Erfolg als Funktionär. „Es fühlt sich nicht anders an. Eine größere Herausforderung im sportlichen Bereich, wirtschaftlich eine andere Komponente“, so Schmadtke.

2018 wurden mit Schmadtke und dessen Sportdirektor Marcel Schäfer die Führungsfiguren etabliert, die nach einigen Jahren voller Chaos nun eine neue Struktur in den Verein gebracht haben. Obwohl man sich sowohl mit Bruno Labbadia als auch mit Oliver Glasner als Trainer nicht ganz einig wurde, stellte sich der Erfolg ein. Vor allem die Transfers waren meist absolute Volltreffer. Torjäger Wout Weghorst, die Außenverteidiger Kevin Mbabu oder Paulo Otavio, Mittelfeldmaschine Xaver Schlager, Leihspieler Maximilian Philipp und Abwehrsprinter Maxence Lacroix und Alleskönner Ridle Baku sind nur einige Namen, die in dieser Zeit einschlagen konnten. Hinzu kommen bewährte Leistungsträger wie Casteels, Arnold oder Brooks, die wieder zu alter Stärke finden konnten.

Dabei begann die aktuelle Saison alles andere als vielversprechend. Das Aus in der Europa-League-Quali gegen AEK Athen war eine echte Blamage, hatte aber im Nachhinein seine positiven Seiten. Der Fokus konnte somit früh auf die Liga gelegt werden. Erst gegen Ende des Jahres bemerkte Schmadtke dann endgültig, dass es wohl eine sehr erfolgreiche Saison werden würde. Aktuell bleibt aber noch die Frage, mit welchem Trainer die Niedersachsen in ihre Champions League Saison gehen werden, denn Glasner hat bisher immer noch ein Bekenntnis zum Klub vermieden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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