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Leipzig: Nagelsmann ohne Titel

Nun ist es traurige Gewissheit: Julian Nagelsmann wird die Leipziger ohne einen einzigen Titel verlassen. Für den Verein ist das traurig, für den Trainer auch, doch dieser kann dann ab Sommer bei den Bayern mit dem Sammeln der Erfolge beginnen.

Das 1:4 im Pokalfinale gegen Dortmund sitzt natürlich tief, allerdings wollte er unter keinen Umständen der Mannschaft die Schuld geben und die Leistung schlechtreden. „Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, wir haben ein gutes Spiel gemacht, auch wenn das Ergebnis nicht danach ausschaut“, so der Coach, der natürlich weiß, dass die Partie mit dem 0:3 zur Halbzeit schon fast gelaufen war:  „Nach 0:3 zur Pause so eine zweite Halbzeit zu spielen, das ist außergewöhnlich. Da muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir waren heute sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft, aber wir haben eben weniger Tore gemacht“, so Nagelsmann weiter.

Dabei schmeckte die Pille besonders bitter, da man erst vor einer Woche in der Liga ebenfalls dem BVB unterlegen war. „Wir haben so ein ähnliches Tor ja gerade schon mal bekommen“, sagte Nagelsmann über das 1:0 von Jadon Sancho: „Wir haben diese Situation im Vorfeld des Finales gut vorbereitet. Aber dann weichen wir zu sehr zurück und danach kann Dortmund auf ihre Konter lauern.“ In der ersten Halbzeit fanden die roten Bullen im ersten Spielabschnitt nicht wirklich statt, es fehlte an der Kaltschnäuzigkeit und an der letzten Konzentration: „Wir haben sechs oder sieben Überzahlsituationen auf den beiden Flügeln. Oft hat der erste Kontakt nicht gestimmt, Sörloth hatte eine Topchance, als Hummels nur auf den Block geht und er ans Außennetz schießt. Wir hätten das Tor der Dortmunder auch in der ersten Hälfte schon viel mehr in Bedrängnis bringen können“, so Nagelsmann.

Dass er dann die beiden Stürmer Alexander Sörloth und Hee-Chan Hwang durch Yussuf Poulsen und Christopher Nkunku ersetzte, könnte man so werten, dass hier ein Coaching-Fehler vorgelegen hat. „Man kann das besser lösen, aber Hwang hat das in den letzten Wochen im Training und den Spielen gut gemacht“, so der Coach, der aber auch zugeben musste, dass er „vor dem 2:0 beim Einwurf eine unglückliche Aktion hatte“. Hwangs Fehlpass leitete den Treffer von Haaland entscheidend ein. So bleiben dem Trainer nun noch die beiden Partien gegen Wolfsburg und Union Berlin, bevor er seine Zelte abbrechen und zu den Bayern gehen wird. Diese beiden Partien wollen die Leipziger natürlich noch gewinnen, damit der Trainer nach zwei insgesamt sehr erfolgreichen Jahren einen würdigen Abschluss bekommt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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