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Hertha: Start mit Punkt

Die Berliner sind nach der Quarantäne zurück im Geschäft. Im wichtigen Spiel gegen die Mainzer gelang allerdings nur ein Remis. Eine Aktion hätte allerdings dafür sorgen können, dass die Partie zu Gunsten der Hauptstädter gekippt wäre, doch nach dem Abpfiff wollten die Verantwortlichen keine Kritik am Schiedsrichter äußern.

Die Mainzer hatten in der 34. Minute durchaus Glück. Stefan Bell hatte bereits eine gelbe Karte und traf den Berliner Cunha gut sichtbar am Fuß. Schiri Sascha Stegemann verwarnte den Mainzer Verteidiger ein letztes Mal, der dann prompt ausgewechselt wurde. Die Berliner markierten zwar das 1:0 aus dem folgenden Freistoß, allerdings hätte man dann auch eine ganze Weile in Überzahl spielen können. Letztendlich wollten die Berliner das Remis aber nicht an dieser einen Szene festmachen. „Ich bin kein Fan davon, Spieler runterzuschicken. Er hat es versucht, Cunha war einen Tick eher dran. Aber so böse war das nicht. Wir akzeptieren die Entscheidung vom Schiedsrichter, alles gut, Fußball ist ein Männersport“, so Herthas Trainer Pal Dardai ganz fair bei „Sky“. Auch Weltmeister Sami Khedira sah die Sache sehr ähnlich: „Ich bin immer dafür, dass man elf gegen elf spielen lässt. Klar wäre es für uns von Vorteil gewesen. Aber wir sind nicht traurig oder beschweren uns. Der Schiedsrichter hat heute einen guten Job gemacht.“

Khedira selbst hat ebenfalls gut gespielt, bevor er nach einer guten Stunde ausgewechselt wurde. „Er hat gut gespielt, sich in der zweiten Hälfte gesteigert. Aber ich wollte kein Risiko gehen. Im nächsten Spiel kann er weiter organisieren“, so Dardai, der mit ansehen musste, dass Cunha und Piatek in der zweiten Halbzeit große Chancen zum Siegtreffer liegen gelassen haben. „Wichtig ist, dass es ein schöner Spielzug war, kein Zufallsprodukt. Er war da, das nächste mal schafft er das“, so der Trainer: „Sind wir ehrlich, ein Punkt geht für beide Mannschaften in Ordnung. Wir müssen jetzt nicht träumen. Auf diesem Spiel kann man aufbauen für das nächste Heimspiel gegen Freiburg.“

Damit hat er sicher nicht unrecht, denn es hätte gut und gerne auch 2:0 für die Mainzer stehen können, die in der Anfangsphase das deutlich bessere Team waren. Dass es mit einem 1:1 in die Pause ging, hatten die Berliner einzig und allein dem Glück und der fehlenden Kaltschnäuzigkeit der 05er vor dem Tor zu verdanken. Im zweiten Spielabschnitt hat sich die alte Dame dann aber den Punkt redlich verdient. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs, habe sie extra noch zusammengeholt auf dem Platz und sie gelobt. Respekt, sie haben gut gekämpft und gut gespielt. Umso weiter die Zeit voranging, umso besser wurden unsere Spielzüge. Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt“, so Dardai, der nun schon am Donnerstag gegen Freiburg gefragt ist.  

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