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Dortmund: Haaland und sein Berater

Eigentlich geht es schon seit dem Transfer von Erling Haaland nur darum, bei wem der Norweger als nächstes aufschlagen wird. Gerade sein Berater Mino Raiola befeuert immer wieder die Gerüchte rund um den Stürmer. So ist der bekannte Berater nun einmal, allerdings scheint Haaland mit seinem Kopf noch voll beim BVB zu sein. Diesen Eindruck könnte man zumindest dann bekommen, wenn man sich die engagierte Leistung des Scorers beim 5:0 im Pokal gegen Kiel angeschaut hat – auf der Tribüne.

Erling Haaland feierte jede Aktion und jedes Tor auf der Tribüne. Der Stürmer musste im Pokal-Halbfinale gegen Kiel aufgrund eines Pferdekusses pausieren. Er zeigte, dass er sich mit dem BVB identifiziert, auch wenn jetzt schon pausenlos berichtet wird, dass er den Schwarz-Gelben ohnehin nicht auf Dauer erhalten bleiben wird. Zunächst einmal will er aber die Qualifikation für die Champions League schaffen und dann am 13. Mai den Pokal mit dem BVB holen. Es stehen also noch vier Pflichtspiele an und der BVB hofft, dass sie hier auch auf Haaland zurückgreifen können, der nun wieder ins Training zurückkehren wird. Somit könnte es sein, dass er schon am kommenden Wochenende im Spiel gegen RB Leipzig einsatzbereit sein könnte.

Zwar haben die Dortmunder auch ohne ihn fünf Treffer gegen Kiel geschafft, gerade bei den anstehenden Aufgaben dürften die Chancen aber mit dem Norweger doch deutlich besser ausfallen. In seinen bisher 38 Pflichtspielen für den BVB hat der gerade einmal 20-Jährige bereits 37 Treffer markiert. Die Leipziger zählen dabei zu seinen Lieblingsgegnern, denn in den Spielen gegen RB traf er jeweils doppelt. Wenn die Dortmunder am Ende die Qualifikation zur Champions League schaffen und womöglich den DFB-Pokal holen, hätte man eine turbulente Saison doch noch positiv beendet. Doch das alles wird wohl nichts daran ändern, dass Haalands Tage beim BVB gezählt sind.

Fakt ist, dass viele große Klubs gerade noch immer mit finanziellen Schwierigkeiten durch die Corona-Krise zu kämpfen haben. So kann man davon ausgehen, dass die Spielereien rund um Haaland und seinen Berater noch einige Wochen und Monaten anhalten werden. Wenn der erste Stein mit einem großen Transfer ins Rollen kommt, könnte es aber ganz schnell gehen. Die Dortmunder sind es aber mittlerweile durchaus gewöhnt, dass Spitzenklubs aus der ganzen Welt ihre jungen Talente abwerben wollen. Am Ende wird zumindest ein warmer Geldsegen über den BVB herabrieseln. So gab es beispielsweise vor einem Jahr im Sommer immer wieder Gerüchte rund um den Wechsel von Jadon Sancho. Letztendlich erfüllte aber kein Interessent die Vorgaben der Dortmunder und so blieb der Engländer eine weitere Saison.

Im kommenden Sommer dürfte der 21-Jährige allerdings wechseln, insofern die Konditionen stimmen. Ähnliche Absprachen gibt es bei Haaland nicht, der eigentlich erst 2022 per Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag herauskommen könnte. Kein Wunder, dass sein Berater Raiola die Gerüchte immer weiter befeuert. Das wird die Dortmunder wenig interessieren, solange der Norweger seine Leistung weiter abruft und nicht wie einige seiner Kollegen durch Streiks oder sonstige unpassende Aktionen versucht, einen Wechsel zu forcieren. Wer Haaland am Wochenende beobachtet hat, kann aber davon ausgehen, dass solche Aktionen von ihm nicht zu erwarten sind.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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