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Bremen: Moisander nur Reserve

Niklas Moisander hat in dieser Saison seinen Platz als Stammspieler bei den Bremern verloren. Der mittlerweile 35-Jährige lässt sich aber davon nicht unterkriegen und war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Aktuell steht Abwehrchef Ömer Toprak nicht zur Verfügung und man hat nur noch vier Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz. Kein Wunder, dass die Mannschaft nun ihren routinierten Kapitän dringend braucht.

„Ich fühle mich gut“, so der Finne am Mittwochmorgen in einer Medienrunde. Das bewies er schon beim 1:0 über Regensburg im DFB-Pokal, als er eine sehr gute Leistung zeigen und Schlimmeres verhindern konnte. In dieser Saison kam er bisher überwiegend im Pokal zum Einsatz, während er in der Liga in 16 Spielen überhaupt nicht auf dem Platz stand. Lediglich 6 Einsätze von Beginn an stehen derzeit auf seiner Haben-Seite. „Für mich war es auch neu, nicht zu spielen und am Anfang sicherlich auch etwas schwierig“, erklärte Moisander nun, „aber ich tue jeden Tag alles dafür, bereit zu sein, falls ich spiele. Bis jetzt hat das gut funktioniert.“

Mitspieler und Trainer Florian Kohfeldt sind ihm sehr dankbar dafür, dass er trotz der Rolle als Reservist immer für die Mannschaft da ist und als Kapitän die Vorbildfunktion übernimmt. Trotz seiner 35 Jahre konnte Moisander nun noch etwas dazulernen:  „Ich habe gelernt, dass ich auf mich schauen muss, um vorbereitet zu sein, wenn der Moment kommt“, so der Innenverteidiger. Jetzt ist er gefragt, denn den Ausfall von Toprak können die Bremer nicht so einfach verkraften. „Ömer hat sehr gut gespielt, aber wir müssen das zusammen auffangen“, so der Finne, der unter anderem auch darauf einging, dass Erling Haaland am Wochenende sein Gegner sein wird:  „Er ist schon jetzt ein Topspieler, den man im Eins-gegen-Eins nur schwierig ausschalten kann. Wir müssen als Mannschaft sehr gut verteidigen.“

Aktuell sieht es so aus, als müssten die Bremer wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen, denn in den letzten Wochen wurde man ziemlich weit nach unten durchgereicht. „Wichtiger als die Art und Weise sind die Punkte – sonst wird es gefährlich“, so Moisander, der durchaus einschätzen kann, dass die Bremer nicht ihren Leistungen entsprechend gepunktet haben, wonach bei einem Abstieg aber auch niemand mehr fragen würde. Bleibt noch die Frage offen, wie es mit seiner persönlichen Zukunft aussieht. „Ich bin völlig fokussiert auf Werder und die letzten Wochen. Nach dem letzten Spiel werde ich eine Entscheidung treffen mit meiner Familie“, so der Verteidiger, der sich selbst noch absolut in der Lage sieht, weiterhin auf höchstem Niveau zu agieren: „Ich bin noch gut genug für die Bundesliga.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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