0

Freiburg: Keitels zweite Chance

Die Freiburger konnten trotz der 1:2-Pleite gegen die Gladbacher eine weitestgehend solide Leistung auf den Platz bringen. Allgemein ist Trainer Christian Streich sehr zufrieden mit der Saison seiner Jungs. Unter anderem hob er nach der Partie auch seine beiden neusten Youngsters hervor, die sich sehr gut präsentiert haben.

Yannik Keitel war schon im Spätsommer 2020 nah an der Startformation der Breisgauer dran und versuchte sich auf der Sechs neben Routinier Nicolas Höfler. In der Folge wurde der mittlerweile 21-Jährige dann auch in die U21 von Trainer Stefan Kuntz berufen. Sein erstes Spiel von Beginn an im DFB-Pokal erfolgte dann in der ersten Runde gegen Waldhof Mannheim. Nur wenige Tage später verpflichteten die Freiburger dann aber ihren Rekordeinkauf Baptiste Santamaria für Keitels Position und damit war für Keitel die Tür zunächst zu.

Im Laufe des Novembers war Streich vor allem mit den Trainingsleistungen des Eigengewächses nicht mehr zufrieden und betonte auch, dass Keitel nach seinen ersten Einsätzen in der Saison 2019/20 nicht mehr unter den Welpenschutz falle.  In der Folge kam dann auch noch eine Innenbandverletzung im Knie hinzu, die Keitel bis Jahresende zur Pause zwang. Folglich brachte er es in der gesamten Hinrunde nur auf 45 Minuten im Pokal, 16 in der Bundesliga und insgesamt nur vier Nominierungen für den Kader. In diesem Jahr kamen dann noch einige Jokereinsätze hinzu, bevor er dann am letzten Wochenende gegen Gladbach erstmals wieder von Beginn an auf dem Feld stand.

Er agierte auf der Doppelsechs zusammen mit Santamaria für den gesperrten Höfler und konnte diese Aufgabe zur Zufriedenheit seines Trainers erfüllen. „Das war gut, extrem erfreulich“, so Streich über seinen Schützling, „er war zwischendrin auch wieder verletzt und hat jetzt richtig gut gespielt. Er hat viele Zweikämpfe gewonnen, mutig gespielt, aufgedreht, das ist ein richtiger Schritt weiter, das freut uns extrem.“ Keitel selbst ist ebenfalls zufrieden, dass er nun wieder mitmischen darf, auch wenn er zunächst einmal nur von einer Gelbsperre profitiert hat: „Ich habe mich ziemlich gut gefühlt, wollte auch die Bälle haben. Es war von der ganzen Mannschaft auch ein gutes Spiel, das erleichtert es, reinzukommen“, so der 21-Jährige.  

Ein weiterer Lichtblick im Spiel gegen die Fohlen war auch das Profidebüt von Nishan Burkart. Der 21-jährige Schweizer hat in der Jugend beim FC Zürich und dann fünf Jahre bei Manchester United gespielt, bevor er 2019 zur U 23 in die Fußballschule des SC wechselte. Hier hat er in der aktuellen Saison in 26 Einsätzen schon 14 Treffer markiert und sich damit auch für die Profis empfohlen. „Wir haben einfach gedacht, wir schmeißen ihn mal rein“, so Streich, obwohl es für „den Nishan mit seiner Schnelligkeit besser ist, wenn du 1:0 führst“. Auch für das kommende Spiel gegen Bielefeld haben die Freiburger in der Offensive nicht alle Alternativen zur Verfügung. Gut möglich, dass der junge Burkart hier die nächste Chance erhalten wird. Keitel bekam derweil noch ein weiteres Lob von seinem Trainer: „Es ist besonders schön, dass er so ein klares, gutes Spiel gemacht hat, er war nicht nervös, das ist toll, das hilft uns richtig weiter.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© Soccer-Fans.de. All rights reserved.