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DFB: Goretzka zufrieden

Nach der Blamage gegen die Spanier haben die Deutschen gegen Island zum Auftakt in die WM-Quali eine ordentliche Leistung gezeigt. Dabei standen die Vorzeichen vor der Partie nicht unbedingt darauf, da die Schlappe gegen Spanien durchaus noch präsent war.

Das 0:6 gegen Spanien hing allen Beteiligten noch im Hinterkopf. „Ich habe den Ansatz in der Vorbereitung auch an das Spanien-Spiel geknüpft“, so Bundestrainer Jogi Löw vor der Partie. 4 Monate nach dem Debakel und nach der guten Leistung gegen Island äußerte sich dann auch Leon Goretzka zu diesem Thema: „Was in den letzten Spielen gefehlt hat, ist, dass wir die Leidenschaft auf den Platz bringen“, so der Münchner, der selbst beim 0:6 mit von der Partie war: „Wir haben uns deshalb heute fest vorgenommen, dass man auf dem Platz sieht, dass wir es zu schätzen wissen, für unser Land zu spielen, und dass man sieht, dass da elf Jungs auf dem Platz stehen, die richtig Bock haben.“

Vor allem die Anfangsphase gegen Island hat gezeigt, dass die Deutschen um Wiedergutmachung bemüht waren. Goretzka selbst erzielte das wichtige 1:0 schon nach zwei Minuten. „Dass wir früh das Ding geknackt haben, hat unserem Spiel gutgetan“, so der Offensiv-Allrounder. Löw selbst hatten ebenfalls einen klaren Matchplan: „Sie sind groß, aber recht unbeweglich in ihren Aktionen. Deshalb war es wichtig, die tiefen Läufe zu machen.“ Deswegen begann Leroy Sané auch etwas ungewohnt auf dem linken Flügel. „Er hat links gespielt, weil er dann von der Außenposition seinen linken Fuß in der Vorbereitung gut in Szene bringen kann“, so Löw, der sicher mit Freuden gesehen haben wird, dass beim 2:0 genau dieser Lauf in die Tiefe stattgefunden hat, der letztendlich zum Assist für Torschütze Kai Havertz wurde.

Ist man nun mit dem Ergebnis und der Leistung vollends zufrieden? Nicht ganz. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Pässe nach hinten gespielt und die Momente verpasst, Dynamik auszulösen und Tempo aufzunehmen“, so Löw kritisch: „Wir müssen schauen, dass wir das Tempo über 90 Minuten hochhalten können, das wird gerade beim Turnier wichtig sein.“ Jetzt stehen allerdings erst mal zwei weitere Spiele in der WM-Quali an, die man trotz der Corona-Ausfälle von Jonas Hofmann und Marcel Halstenberg ohne Nachnominierungen angehen möchte. „Wir bleiben in der Gruppe – wenn uns keine weiteren Verletzungen einen Strich durch die Rechnung machen“, so Löw.

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