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Stuttgart: Klimowicz zur EM

U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat für seinen EM-Kader gleich vier Neulinge nominiert. Unter anderem ist auch Stuttgarts Mateo Klimowicz mit von der Partie, doch was zeichnet den Youngster besonders aus?

Schon im Sommertrainingslager 2020 kassierte Klimowicz von Seiten des Trainers und des Sportdirektors ausschließlich Lob. „Er verfügt über unfassbar viel Potenzial, ich würde sogar sagen grenzenloses Potenzial“, so Pellegrino Matarazzo im österreichischen Kitzbühel über den jungen Angreifer. Auch in der Hinrunde konnte er auf dem Feld immer wieder zeigen, dass er durchaus Potenzial mitbringt und ein wichtiger Faktor der Zukunft werden kann. Er zeichnet sich besonders durch seine gute Technik, den Einsatz und die Geschwindigkeit aus. Selbst in der Startelf des VfB war er immer wieder anzutreffen.

„Teto“, wie er in Stuttgart gerufen wird, hat bisher einen eigenen Treffer und zwei Vorlagen auf dem Konto. Natürlich ist diese Statistik noch ausbaufähig, allerdings glauben beim VfB weiterhin alle an seine Entwicklung: „Er ist ein Spielertyp wie Marco Reus, Maximilian Philipp oder Andrej Kramaric – nicht in der Talentkategorie, aber vom Spielertyp her“, so der Sportdirektor Mislinat: „Er ist kein klarer Flügel, kein klarer Neuner, kein klarer Zehner. Er kann mehrere Positionen spielen, ist unglaublich gut zwischen den Linien, kommt schnell ins Tempo, hat aber auch die Vision, einen guten Ball zu spielen und einen guten Abschluss“. Aktuell hat Klimowicz allerdings mit einem kleinen Tief zu kämpfen, das jedem jungen Spieler durchaus zugestanden werden sollte. Oftmals ist er etwas übermotiviert oder unkonzentriert, was sich natürlich auf seine Leistungen niederschlägt. Damit hat der Sohn von Diego Klimowicz seinen Stammplatz zumindest aktuell verloren.

Für seinen Trainer kein Problem, denn immerhin hat man den Stürmer 2019 für rund 2 Millionen Euro von Instituto AC Cordoba geholt, um ihn langfristig an die Bundesliga heranzuführen. „Teto hat in seinen Einsätzen, besonders in der Hinrunde, schon gezeigt, was er draufhat“, sagt Matarazzo: „Er ist ein Spieler, der mit seinen Dribblings auf engem Raum und seinem Abschluss Spiele entscheiden kann. Auch wenn er aktuell nicht seine beste Leitungsphase hat, er hat schon gezeigt, wie wichtig er sein kann.“ Dass er im Zuge der Einbürgerung seiner Mutter 2010 ebenfalls den deutschen Pass bekam, spielt nun der Nationalmannschaft in die Karten, denn Klimowicz wurde erstmals für die U21 nominiert und darf mit zur EM fahren, was ihn natürlich selbst mit Stolz erfüllt. „Das könnte ihm persönlich und seinem Selbstvertrauen guttun“, so Matarazzo, der denkt, dass das fehlende Selbstwertgefühl gerade ein Problem bei den Leistungen seines Schützlings ist: „Er muss lernen, mit Fehlern besser umzugehen, diese schneller abzuhaken und nach misslungenen Aktionen bei hundert Prozent Energie zu bleiben.“

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