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Wolfsburg: Casteels in Rekord-Form

Die Wolfsburger fahren weiter auf der Erfolgswelle, denn auch dank Keeper Koen Casteels sind die Niedersachsen auch im 7. Ligaspiel in Folge ohne Gegentreffer geblieben. Durch das 2:0 gegen die Hertha aus Berlin konnte man den Vorsprung auf die Verfolger aus Frankfurt und Dortmund weiter ausbauen und hat sich eine sehr gute Ausgangslage im Kampf um die Champions League gesetzt. Mittlerweile kommt sogar der ewige Rekord von Timo Hildebrand in greifbare Nähe.

Mit seinem Treffer zum 2:0 konnte Maxence Lacroix kurz vor Schluss den Deckel zum Sieg über die Hertha draufmachen. Alle liefen zum Torschützen bis auf Linksverteidiger Paulo Otavio, der zusammen mit Keeper Koen Casteels jubelte. Beide hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Wölfe das Spiel überhaupt gewinnen konnten. Der Belgier konnte das 1:0 in der 79. Minute mit einer tollen Parade gegen Berlins Jhon Cordoba festhalten und auch davor war er immer wieder mit guten Taten zur Stelle. Die Mannschaft weiß, was sie aktuell für einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten haben. „Ich glaube, das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft“, so Casteels sehr bescheiden.

Die Wolfsburger bleiben damit auch im siebten Ligaspiel in Folge ohne Gegentor. Man merkt Casteels immer mal wieder an, dass er kein Mann für den Mittelpunkt ist, denn der 28-Jährige will nur seinem Traum nachgehen, stellt die Mannschaft in den Vordergrund und will nicht alleine als großer Held gefeiert werden. „Ich glaube, das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft, wir lassen allgemein sehr wenig Torchancen zu und wenn mal etwas durchkommt und ich gebraucht werde, dann bin ich da“, so Casteels. Wohl auch aufgrund dieser Bescheidenheit ist der Belgier so beliebt bei seinen Mitspielern.

Ähnliche Worte fand auch der ebenfalls bescheiden agierende Trainer Oliver Glasner, der aber doch auch weiß, dass die Mannschaft wisse, dass sie sich auf einen „sehr, sehr guten Torhüter“ verlassen zu können: „Dann war Koen halt da“ oder „dann hat er die Situationen entschärft“, so der Österreicher. Nach nun 666 Minuten ohne Geegntor ist Casteels auf Platz 6 der besten Keeper in dieser Region angekommen. Timo Hildebrand liegt aktuell in dieser Wertung noch vorne, nachdem er in der Saison 2002/03 in Diensten des VfB Stuttgart immerhin 885 Minuten ohne Gegentor geblieben ist. Heißt also, dass die Wölfe noch mehr als zwei Spiele den Kasten sauber halten müssten. Bei den Gegnern Hoffenheim, Schalke und Bremen scheint dieses Unterafangen zumindest nominell nicht aussichtslos zu sein.

Viel wichtiger ist allerdings die allgemeine sportliche Lage in der Autostadt, denn durch die drei Punkte gegen Berlin konnte man die Champions-League-Ambitionen weiter untermauern. „Ich spreche lieber über die Champions League als über die Abstiegsplätze“, so Glasner. Casteels wurde nach der Partie sogar auf einen möglichen Meisterschaftskampf angesprochen, da man aktuell nur noch 7 Punkte Rückstand auf die Bayern hat: „Das ist noch sehr weit. Wir schauen gar nicht auf die Tabelle. Aber natürlich werden wir jedes Spiel angehen, um es zu gewinnen – und das klappt gerade ganz gut“, so der Keeper.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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