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Köln: Die Luft brennt

Die Kölner sind wieder mal enttäuscht. Die Sonne strahlt in diesem Wochenende über dem Rheinland, doch die Niederlage gegen den VfB Stuttgart sitzt tief, da parallel die Mainzer gewonnen haben und damit der Abstiegskampf wieder einmal verschärft wurde. „Wir hätten es gerne anders. Aber es ist nun einmal so“, so Geschäftsführer Horst Heldt mit der Gewissheit, dass der Abstiegskampf für den Rest der Saison präsent sein wird: „Wir können jetzt nicht in Depressionen verfallen.“

Der Boss kritisiert in erster Linie diejenigen, die auf den Platz nicht die gewünschte Leistung bringen konnten. „Es wird keiner daran gehindert, Leistung zu zeigen, aktiv zu sein“, so Heldt, der von seinen Spielern das 1×1 des Fußballs erwartet: „Jeder ist gefordert, in jedem Spiel Aktivität zu zeigen.“ Die Forderung ist eigentlich eher seltsam, denn eigentlich sollte beim FC seit Wochen jeder einzelne den Ernst der Lage erkannt haben. Doch vor allem das Gegentor gegen Stuttgart lässt daran wieder einmal Zweifel aufkommen. Ein unnötiges Foul führte dazu und auch die anschließende Flanke und der Kopfball aus schwieriger Position von Kalajdzic konnten nicht verhindert werden.

Am Ende sollte eben diese Szene drei oder zumindest einen Punkt kosten. Gleichzeitig gelang beim FC auch in der Offensive wieder nicht viel, was man eigentlich benötigt, wenn man hinten schon nicht den Laden dicht halten kann. Bei den Spielern kann man in den Aussagen öfter zwischen den Zeilen lesen, dass sie ggf. gerne offensiver agieren wollen, als es der Trainer zulässt. „Wir haben zu wenig nach vorne investiert. Wir sind in der ersten Halbzeit kein einziges Mal gefährlich vor das Tor gekommen“, so Keeper Timo Horn, der auch sah, dass man am Ende nur zwei halbwegs gute Vorstöße verzeichnen konnte: „Insgesamt müssen wir zwingender nach vorne spielen. 15 bis 20 Minuten am Ende reichen dann eben nicht, um das Ding zu drehen.“

Sein Kollege Rafael Czichos entspricht damit den Aussagen seines Kapitäns: „Wenn man nicht zwingend genug nach vorne spielt, ist es schwierig, Punkte zu holen. Wir haben zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, spielen zu ungenau. Eine Torchance reicht nicht“, so der Kicker. Es wird also so, als gäbe es wieder einmal Gesprächsbedarf beim FC. Wie wollen die Geißböcke agieren? Hinten stabiler oder vorne offensiver? In der kommenden Partie wird sich das wohl noch nicht beantworten lassen, denn es geht gegen die Bayern.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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