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Freiburg. Grifo zur EM?

Vincenzo Grifo ist mittlerweile schon zum dritten Mal beim SC Freiburg angestellt und aktuell ein wichtiger Garant für den Erfolg. Der Offensiv-Allrounder macht sich daher auch noch nicht ganz unberechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der EM 2021 mit Italien, allerdings liegt darauf derzeit nicht sein Fokus.

Gegen die Bremer sollte es dann an diesem Wochenende aber nicht zu einem Sieg reichen, doch mit einem Punkt können die Freiburger in der Regel auch sehr gut leben. „Bremen stand sehr tief, sie haben uns nicht die Räume gegeben, dass wir mit Tempo auf die Kette zulaufen und gefoult werden“, so Grifo im Gespräch Sven Voss vom „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF am Samstagabend nach der Partie: „Letztlich war das 0:0 in Ordnung. Es wäre auch cool, so ein Spiel mal 1:0 zu gewinnen, aber wir jammern nicht, wir haben 31 Punkte und sind damit happy.“

Grifo selbst hat schon einige Stationen hinter sich. Neben seinen drei Anläufen beim SC spielte er auch bei den Gladbachern und bei der TSG 1899 Hoffenheim. Für den ganz großen Sprung hat es bis dato nicht gereicht, dennoch will er keine seiner Entscheidungen in Frage stellen. „Ich hatte tolle Vereine mit Hoffenheim und Gladbach, aber bin nicht so zum Zug gekommen. Freiburg hat mich wieder aufgebaut, mir die Chance gegeben aufzublühen“, so Grifo: „Ich möchte das zurückgegeben, was sie mir gegeben haben – viel Liebe und viel Vertrauen.“ Letzteres habe ihm vor allem Trainer Christian Streich geschenkt, der eine große Rolle für ihn spiele, auch weil er ihn „tagtäglich besser machen möchte, auch wenn ich schon 27 bin und einiges gesehen habe im Fußball – er ist außergewöhnlich und es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten“.

Zwar konnte er seit Januar keinen eigenen Treffer mehr beisteuern, mit insgesamt 7 Toren und 5 Vorlagen ist er aber weiterhin der Topscorer im Breisgau. Er ist in Pforzheim aufgewachsen und hat hier seine ersten Erfahrungen auf den zahlreichen Bolzplätzen gesammelt. Grifo hat nie vergessen, wo er hergekommen ist und hat noch immer einen sehr guten Kontakt zu den Freuden aus seiner Jugend. „Er hat fast immer gewonnen, egal mit wem er gespielt hat“, so die Kommentare seiner Freunde. „Ich würde gerne mal wieder einen Tag lang zurückspulen, das war so schön, man hatte wenig Sorgen, einfach nur kicken, kicken, kicken – das hat mich zu dem Spieler gemacht, der ich jetzt bin“, so Grifo mit einem Grinsen im Gesicht.

Sein Trainer Christian Streich redet nur in den höchsten Tönen von seinem Schützling und weiß ebenfalls, wie er den Schritt zum Profi gemeistert hat. „Er musste sich auch hoch schuften, auch wenn es nicht so aussieht, wenn er spielt, aber wenn man genau hinschaut, sieht man das“, so Streich. Immerhin hat Grifo es mit seinen Leistungen sogar bis in die italienische Nationalmannschaft geschafft: „Es war sein Traum, in die Squadra Azzurra zu kommen – und mein Traum war es auch ein kleines bisschen“, so der SC-Coach weiter. Immerhin steht nun auch noch eine EM an, doch damit will sich der Leistungsträger der Freiburger noch nicht aktiv beschäftigen.

Die Freiburger schippern in diesen Tagen mit 31 Punkten im gesicherten Mittelfeld und haben sogar noch Ambitionen in Richtung Europa. „Es ist zwar völlig legitim, dass man als Profi auch von internationalen Spielen träumt, aber wir wollen erst mal den Ball flach halten. Wir spielen eine sehr gute Saison, sind hungrig und geben jeden Tag unser Bestes“, so Grifo gewohnt bescheiden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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